Satellit Sentinel 1B Europa schickt neuen Wächter ins All

Ehrgeiziges Raumfahrtprogramm: Europa schickt am Freitag seinen vierten Wächter ins All. An Bord des Satelliten Sentinel 1B ist ein hochentwickeltes Radar zur Erdüberwachung in bislang ungekannter Präzision.
Der Satellit verfügt über ein hochentwickeltes Radar, das rund um die Uhr in allen Wetterlagen Bilder von der Erdoberfläche liefert.
Sentinel 1B

Der Satellit verfügt über ein hochentwickeltes Radar, das rund um die Uhr in allen Wetterlagen Bilder von der Erdoberfläche liefert.

KourouEuropa will seinen vierten Wächter ins All schicken: Im Rahmen des Copernicus-Programms soll am Freitag vom europäischen Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana der Satellit Sentinel 1B in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht werden. Der Radar-Satellit ist der Zwilling von Sentinel 1A, der sich bereits seit zwei Jahren im Erdorbit befindet. Das Satellitenduo wird die Erde aus dem All beobachten.

Das ehrgeizige Copernicus-Programm der EU verfolgt das Ziel, den Zustand der Erde kontinuierlich zu erfassen und Fernerkundungsdaten über Ozeane, Landflächen, Atmosphäre und Klimawandel zu sammeln. Kern des Programms bilden die Daten der nach dem englischen Wort für „Wächter“ benannten Sentinel-Satelliten. Diese Daten sollen zeitnah Behörden, Unternehmen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden.

Faszination Erde
Mission Envisat
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10 Jahre lang sammelte der Esa-Satellit Envisat Daten für Geowissenschaftler und Klimaforscher. Nach mehr als 50.000 Erdumrundungen verstummte der Satellit im April 2012. Die folgenden Bilder gehören zu den Highlights der Mission.

Das Ganges-Delta
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Etwa diese Aufnahme des Ganges-Deltas. Sie zeigt den in Bangladesh gelegenen Teil des weltgrößten Flussdeltas. Das Bild wurde aus drei Envisat-Aufnahmen aus dem Jahr 2009 zusammengesetzt. Die unterschiedlichen Farben dokumentieren Veränderungen an der Oberfläche, die zwischen den einzelnen Aufnahmen eingetreten sind.

Wolken über den Kanaren
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Diese Aufnahme zeigt Wolkenformationen in der Umgebung der Kanarischen Inseln. Die auffälligen Wolkenwirbel unterhalb der Inselkette gehen auf Verwirbelungen des atlantische Nordwinds beim Durchzug durch die Inselgruppe zurück.

Ein Valentinsgruß von Envisat
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Einen herzlichen Gruß schickte Envisat 2003 zur Erde. Die so auffällig geformte Ebene erstreckt sich im Norden Mauretaniens.

Schnee auf Himalaja-Gipfeln
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Die schneebedeckten Gipfel des Himalaya trennen auf dieser Envisat-Aufnahme aus dem Jahr 2009 die tibetische Hochebene im Norden vom indischen Subkontinent. Rot sind in diesem Falschfarbenbild die Zonen mit besonders üppiger Vegetation dargestellt.

Waldbrände in Kalifornien
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Riesige Waldbrände wüteten 2007 im Süden Kaliforniens. Die Envisat-Aufnahme zeigt die mächtigen Rauchsäulen der Brände, die über die Küste hinweg aufs offene Meer getrieben wurden.

Großer Salzsee
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Der Große Salzsee im US-Bundesstaat Utah. An seinem südlichen Ende erstreckt sich die Metropole Salt Lake City. Als feine Linie durchschneidet die Bahnlinie Lucin Cutoff den Salzsee.

Für das Programm wird seit April 2014 nach und nach eine Flotte von Satelliten ins All geschossen. Neben Sentinel 1A sind bereits die Satelliten Sentinel 2A und 3A im All – ihre jeweiligen Zwillingssatelliten sollen in der zweiten Hälfte dieses Jahres sowie im nächsten Jahr starten. Weitere Missionen sind in der Planung.

Sentinel 1B soll seine Reise in den Erdorbit am Freitagabend um 23.02 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in Kourou beginnen. Die baugleichen Sentinel-Satelliten 1A und 1B verfügen über ein hochentwickeltes Radar, das rund um die Uhr bei jedem Wetter Bilder von der Erdoberfläche liefert.

In sechs Tagen die Erde erfasst
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