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Schneller schlau Wer war der Astronaut, den Nixon vergaß?

Der einsamste Mensch der Welt - Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.
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US-Präsident Richard Nixon begrüßt die Rückkehrer aus dem All. In der Quarantäne-Kapsel: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin (v. l.). Quelle: dpa

US-Präsident Richard Nixon begrüßt die Rückkehrer aus dem All. In der Quarantäne-Kapsel: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin (v. l.).

(Foto: dpa)

Es gab Zeiten, da war Michael Collins buchstäblich der einsamste Mensch der Welt. 15 Stunden seines Lebens verbrachte der erfahrene Kampfpilot allein an einem Ort, an dem ihn keine Bilder, keine Funksignale von der Erde erreichen konnten: Insgesamt 15 Stunden lang war Michael Collins auf der Rückseite des Mondes.

Am 16. Juli 1969 startete Collins mit einer Saturn-V-Rakete ins All. Mit an Bord zwei Astronauten, deren Namen heute in jedem Geschichtsbuch verzeichnet sind: Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin, die beiden ersten Menschen auf dem Mond. Collins hatte die undankbarste Aufgabe in diesem Trio: Er war der Mann, der drin bleiben musste. Während seine Kollegen in der Landefähre „Eagle“ zur Mondoberfläche abstiegen, flog Collins im Kommandomodul insgesamt 30 Warteschleifen um den Erdtrabanten.

Was es bedeutet, in solch einem historischen Moment nur der Mann im Hintergrund zu sein, bekam Collins schon im All zu spüren: US-Präsident Richard Nixon ließ es sich nicht nehmen, der Landecrew noch während ihres Mondaufenthalts persönlich via Telefon zu gratulieren. Der einsame Pilot dagegen wartete vergeblich auf einen Gruß aus dem Weißen Haus - der Präsident hatte schlicht vergessen, dass da noch ein dritter Astronaut durchs All schwebte.

Collins hat diese Zurücksetzung erstaunlich leicht genommen. Zumindest nach außen hat der Astronaut auch später nie zu erkennen gegeben, dass er irgendwann einmal Probleme mit seiner Rolle als „fliegender Zuschauer“ der Mondlandung gehabt hätte. Ganz anders als etwa sein Kollege Buzz Aldrin. Ursprünglich als erster Mensch auf dem Mond vorgesehen, musste Aldrin diese Ehre schließlich Armstrong überlassen: Anders als Aldrin war der kein aktiver Soldat mehr, und der Nasa war es wichtig, dass der erste Mondpionier ein Zivilist war. Eine Zurücksetzung, die Aldrin nur schwer verkraftete und die ihn zeitweise in den Alkoholismus trieb.

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