Schwarzes Loch Schwerkraft-Monster abseits aller Theorie

Astronomen haben in einer entfernten Galaxie ein riesiges schwarzes Loch entdeckt – möglicherweise das größte seiner Art. Es könnte alle bisherigen Theorien zur Entwicklung von Galaxien über den Haufen werfen.
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Unsichtbare Schwerkraftfalle: Im Zentrum der Scheibengalaxie NGC 1277 sitzt mit 17 Milliarden Sonnenmassen eines der gewichtigsten jemals entdeckten schwarzen Löcher. Quelle: NASA / ESA / Andrew C. Fabian / Remco C. van den Bosch (MPIA)

Unsichtbare Schwerkraftfalle: Im Zentrum der Scheibengalaxie NGC 1277 sitzt mit 17 Milliarden Sonnenmassen eines der gewichtigsten jemals entdeckten schwarzen Löcher.

(Foto: NASA / ESA / Andrew C. Fabian / Remco C. van den Bosch (MPIA))

Düsseldorf17 Milliarden Sonnenmassen – so schwer ist das schwarze Loch, das Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für Astronomie in einer fernen Galaxie aufgespürt haben. Das Schwerkraft-Monster ist damit deutlich schwerer, als es die Modelle zur Entwicklung von Galaxien vorhersagen. Möglicherweise ist es sogar das massereichste schwarze Loch, das jemals entdeckt wurde.

Astronomen gehen davon aus, dass im Herzen jeder Galaxie ein supermassives schwarzes Loch sitzt. Dessen Masse reicht von einigen hunderttausend bis zu einigen Milliarden Sonnenmassen. Das am besten untersuchte Exemplar mit rund vier Millionen Sonnenmassen lauert im Zentrum unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße.

Üblicherweise erreicht eine solche zentrale Schwerkraftfalle nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtmasse aller Sterne, die der Muttergalaxie angehören – etwa 0,1 Prozent. Diese Beziehung ist zwar bislang nur unvollständig erklärbar, spielt aber eine wichtige Rolle in allen derzeit gängigen Modellen der Galaxienentwicklung.

Doch das jetzt von MPI-Forscher Remco van den Bosch und Kollegen aufgespürte schwarze Loch könnte diesen allgemein akzeptierten Zusammenhang aushebeln. Mithilfe des Hobby-Eberly-Teleskops am McDonald-Observatorium im US-Bundesstaat Texas sowie Bildern aus dem Archiv des Weltraumteleskops Hubble erkundeten sie die rund 220 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 1277.

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8 Kommentare zu "Schwarzes Loch: Schwerkraft-Monster abseits aller Theorie"

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  • Das sagen Sie mal den spinnigen String-Theoretikern, die immer noch nicht begriffen haben, daß das Standartmodell mittlerweile insgesamt auf dem Prüfstand steht.

    Die machen's sich einfach, in dem sie munter weiter an Theorien basteln, die sie nie beweisen können. Womit sich heute alles geld verdienen läßt...

  • Bodo, Einsteins Theorien sind nicht "falsch". Definitiv sind einige Anpassungen noetig, aber unzaehlige Experimente und technische Anwendungen (wie z.B. bei GPS Signalen) zeigen eindeutig, dass Einsteins Theorien zu mindest innerhalb der Parameter fuer die sie geschaffen wurden zutreffend sind. Von falsch kann also keine Rede sein!

  • Bei den Galaxien hat scheinbar der Drehimpuls nicht ausgereicht, um ein plötzliches Zusammenballen zu verlangsamen. Sind die Sterne wie die Lemminge reingefallen auf den Darkstar. Bzw. ist nicht klar, ob diese Sterne überhaupt schon Sterne waren und der Darkstar lediglich als kosmischer Staubsauger fungierte. Sollte leicht zu simulieren sein auf den deutschen Supercluster(n), zumindest mal genauso leicht, wie sich denn ein bedingungsloses Grundeinkommen auf die Wirtschaft auswirkt...

    Dieser Darkstar hätte den Namen Kohl verdient, wie er da so fett die Galaxis aussitzt ;-)

  • Es ist an der Zeit endlich die falschen Theorien Einstein´s zu schlachten damit nicht immer neue geheimnisvolle Kräfte erfunden werden müssen.
    Stellt die Astrophysik endlich auf solide Beine! Offensichtlich fehlte bisher der Mut dazu.

  • Galaxien drehen sich um die schwarzen Löcher, vergleichbar mit dem Ablauf in einer Badewanne.

    Planeten und Sonnen drehen sich axial um dass schwarze Loch.

    Physik kann so einfach sein! Noch Fragen?

  • Also dem Artikel war wenigstens Information zu entnehmen - ihr Beitrag ist für die meisten wahrscheinlich unverständliches Geschreibsel.

    Anstoßen könnte man sich wohl an dem bei dem Thema ständig verwendeten "Monster". Wissenschaftlich
    wäre wohl: "hypermassiv". Wenn das Objekt denn nicht mehr in die Kategorie "supermassiv" paßt.

  • Warum so weit gehen?
    Da größte schwarze Loch haben wir hier auf der Erde mit Namen Griechenland!

  • Es gbt in Deutschland einen, der sich selbst den unberühmtesten "QUANTENPHYSIKER" Deutschlands nennt. Und der die Formel E = m c² nach E = m (c)² umgestellt hat.
    Der lacht sich schier kaputt, wenn er solch einen Artikel liest. Er hat sich den Namen Fréd-Éric Porschéé zugelegt.
    "Googln" immer noch zwecklos !!!??

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