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Seltsames Bodenphänomen Forscher lösen das Rätsel der Feenkreise

Feenkreise faszinieren Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Sorgen Ameisen oder Termiten für die mysteriösen kahlen Stellen inmitten von Graslandschaften? Leipziger Forscher haben eine andere Erklärung.
15.03.2016 - 11:47 Uhr
Seit langem rätseln Wissenschaftler, was die kreisförmigen Kahlflächen entstehen lässt. Quelle: dpa
Feenkreise in Namibia

Seit langem rätseln Wissenschaftler, was die kreisförmigen Kahlflächen entstehen lässt.

(Foto: dpa)

Leipzig Was steckt hinter den mysteriösen Feenkreisen, die vor allem im Südwesten Afrikas auftreten? Wissenschaftler um Stephan Getzin vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig haben die merkwürdigen kreisförmigen Kahlstellen inmitten von trockenen Graslandschaften genauer unter die Lupe genommen. Über ihre Entstehung rätseln Wissenschaftler seit langem. Jetzt glauben Getzin und seine Kollegen, eine Erklärung gefunden zu haben.

Die Forscher untersuchten Feenkreise in Australien, wo sie das Phänomen erstmals nachweisen konnten. Bisher waren die Kreise vor allem aus Namibia bekannt. Dort besprenkeln sie die Landschaft in großer Zahl. Jeder der wie mit einem Zirkel gezogenen Punkte ist bei näherem Blick von einem Kranz aus hohem Gras umwachsen. Der Durchmesser der Kahlstellen kann mehrere Meter betragen.

Eine der Theorien zu ihrer Entstehung besagt, dass Termiten oder Ameisen die Gräser an den Kahlstellen entfernen, damit diese in den Trockenlandschaften nicht die wenige Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen. 2013 etwa berichtete Norbert Jürgens von der Universität Hamburg im Fachblatt Science, Sandtermiten verringerten das Graswachstum, indem sie die Graswurzeln fressen.

Wissenschaftler des Leipziger UFZ vertreten hingegen bereits seit einiger Zeit die Ansicht, dass die Kreise durch einer besondere Verteilung des Wassers im Boden aufgrund natürlicher Selbstorganisation der Pflanzen entstehen. „Das Besondere an Feenkreisen ist, dass sie sich auch über größere Gebiete erstaunlich regelmäßig und homogen verteilen, aber nur innerhalb eines engen Niederschlagsbereichs“, sagt Getzin. Ein solches Muster entstehe am ehesten durch Konkurrenz um Wasser.

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    Kritiker dieser Theorie bemängelten allerdings, dass es dann auch in anderen Trockenregionen ähnliche Strukturen geben müsste. Und genau das wies das Team um Getzin nun nach: Die Wissenschaftler entdeckten eine mit Feenkreisen durchsetzte Landschaft im australischen Outback – 10.000 Kilometer von Namibia entfernt.

    Luftaufnahmen belegen, dass die Kreise ganz ähnlich angeordnet sind wie die afrikanischen. Jeder der Kahlstellen ist demnach in gleichem Abstand von sechs weiteren umgeben. Aus der Vogelperspektive sind die Feenkreise gleichmäßig in der Landschaft verteilt.

    Kaum Hinweise auf Ameisen oder Termiten
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