Ship-Spotter Immer auf der Jagd nach dicken Pötten

Ship-Spotter sind fast immer dabei, wenn irgendwo auf einer Werft ein Schiff vom Stapel läuft oder sich auf See eine besondere Perspektive ergibt. Das Internet verrät den Technik-Fans, wo sich welches Schiff aufhält.
1 Kommentar
Zuschauer beobachten das Kreuzfahrtschiff Genting Dream bei seiner Überführungsfahrt auf der schmalen Ems in die Nordsee.
Kreuzfahrtschiff auf der Ems

Zuschauer beobachten das Kreuzfahrtschiff Genting Dream bei seiner Überführungsfahrt auf der schmalen Ems in die Nordsee.

EmdenZu Wasser, zu Land und in der Luft: Spotter machen auf alles Jagd, was Technik-Fans begeistert. Flugzeuge, Eisenbahnen oder Schiffe nehmen die Fotografen mit ihren Kameras ins Visier. Anders als bei Paparazzi, die für die rücksichtslose Verfolgung von Prominenten berüchtigt sind, sind Ship-Spottern aber eher harmlose Jäger.

So müssen die großen Kreuzfahrtschiffe auf der schmalen Ems ganz langsam manövrieren, wenn sie von der Papenburger Meyer Werft an die Nordsee überführt werden. Genug Zeit für Tobias Bruns, die dicken Pötte schön in Szene zu setzen.

Mit 14 Jahren ist Tobias aus dem ostfriesischen Emden einer der Jüngsten in der der Szene der Ship-Spotter an der Küste. „Begonnen hat alles mit der Digitalkamera meines Vaters, und im Emder Hafen boten sich dafür die ersten maritimen Motive an“, erinnert sich der Schüler an den Beginn seines Hobbys.

Die größten Flugzeugträger der Welt
USA: USS Carl Vinson
1 von 12

Die Träger der US-amerikanischen Nimitz-Klasse, wie hier die USS Carl Vinson, waren bisher die größten Kriegsschiffe der Welt. Angetrieben von zwei Atomreaktoren und vier Dampfturbinen, haben sie bis zu 6.300 Mann Besatzung. Das letzte Schiff dieser Klasse kostete 6,3 Milliarden US-Dollar.

Die monatlichen Betriebskosten eines Flugzeugträgers dieser Größe betragen etwa 13 Millionen Dollar. Die Schiffe sind zeitlich nahezu unbegrenzt einsetzbar. Sie sind für eine Nutzungsdauer von rund 50 Jahren ausgelegt. Zehn Schiffe der Nimitz-Klasse bilden die US-amerikanische Flugzeugträgerflotte. Doch ein neues Schiff aus den USA hat die Nimitz-Klasse mittlerweile überholt ...

Flugzeugträger USS Gerald R. Ford
2 von 12

Der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford verlässt im April 2017 den US-Hafen von Newport News für erste Probefahrten. Es ist 333 Meter lang, hat eine Verdrängung von 90.000 Tonnen und bietet Platz für 4.500 Menschen sowie mehr als 75 Flugzeuge.

Russland: Admiral Kusnezow
3 von 12

Die Admiral Kusnezow ist der einzige Flugzeugträger der russischen Seekriegsflotte und das zurzeit größte Schiff mit dieser Funktion, das nicht in den USA gebaut wurde. Es ist das Typschiff der nach ihr benannten Admiral-Kusnezow-Klasse. Vom Stapel lief das Schiff im Jahr 1985, insgesamt ist es 306 Meter lang und 71 Meter breit.

Indien: Vikramaditya
4 von 12

Der russische Flugzeugträger „Admiral Gorschkow“ wurde für umgerechnet 2,2 Milliarden Euro von Russland an Indien verkauft. Das Schiff war in Russland bis 2012 entsprechend den Anforderungen der indischen Marine umgebaut worden und 2013 als Vikramaditya in Dienst gestellt. Die Virkamaditya erreichte ihren indischen Heimathafen im Bundesstaat Karnataka im Januar 2014 nach einer sechswöchigen Überfahrt. Das Schiff gehört zur Kiew-Klasse. Die Klasse war bis Mitte der 1990er-Jahre im Dienst der Sowjetunion und der Russischen Föderation.

Frankreich: Charles De Gaulle
5 von 12

Die Charles de Gaulle verfügt als einziger Flugzeugträger außerhalb der US Navy über einen Nuklearantrieb, sie ist das Flaggschiff der französischen Marine. Der Flugzeugträger ist das größte Schiff der französischen Marine, im Vergleich zu den von den USA eingesetzten Flugzeugträgern allerdings relativ klein. Sie ist 261 Meter lang, knapp 65 Meter breit und 75 Meter hoch.

Bestückt ist sie in der Regel mit 40 Flugzeugen. Bei einer Einsatzdauer von sieben Tagen können maximal 100 Flüge pro Tag absolviert werden.

Italien: Giuseppe Garibaldi
6 von 12

Das Flagschiff der italienischen Maschine heißt Giuseppe Garibaldi. Es wurde 1979 in Auftrag gegeben und sollte vorwiegend zur U-Boot-Jagd dienen. Das Flugdeck ist 173 Meter lang und 28 Meter breit. Der Start der Flugzeuge erfolgt über eine um 6,5 Grad ansteigende vordere Flugdeckrampe.

Seit Ende 2012 nimmt die Garibaldi Flugzeuge nur noch auf, wenn der Flugzeugträger Cavour nicht verfügbar ist.

China: Liaoning (Admiral-Kusnezow-Klasse)
7 von 12

Projekt 1143.5, von der Nato als Admiral-Kusnezow-Klasse bezeichnet, ist eine Klasse von Flugzeugträger der Sowjetischen- und Russischen Marine. Der Träger wurde noch im unfertigen Zustand im Jahr 2000 an China verkauft, und dort nach längerer Ausrüstungs- und Modernisierungsphase zwei Jahre später als Liaoning in Dienst gestellt. Sie ist der erste Flugzeugträger der Marine der Volkrepublik.

Die Gesamtkosten sollten bei umgerechnet 2,4 Milliarden US-Dollar liegen, wovon die finale Fertigstellung rund 500 Millionen Dollar ausmachte.

Er spezialisiert sich auf Kreuzfahrtschiffe. Die Neubauten fahren allein drei bis vier Mal pro Jahr zur Ems-Mündung. Dabei kennt der Jugendliche durchaus die Problematik dieser Schiffsüberführungen, denn die Ems muss dafür regelmäßig ausgebaggert und vertieft werden.

„Dennoch bin ich ein großer Fan dieser Schiffe, einmal bin ich auch von Hamburg bis Southampton mitgefahren“, erzählt der Emder. Langeweile kommt für ihn an Bord nicht auf, denn auch dort gibt es immer etwas zu fotografieren. Während viele Spotter diverse Schiffsfotos sammeln wie andere Menschen Bierdeckel oder Briefmarken, kommt es Tobias mehr auf die fotografischen Aspekte an: „Eine schöne Perspektive, gutes Licht, die Bewegung und der Hintergrund – das ist es, was mich reizt.“

Schiffsstandorte verrät das Internet
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

1 Kommentar zu "Ship-Spotter: Immer auf der Jagd nach dicken Pötten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%