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SKA-Teleskop Deutschland beteiligt sich am größten Radioteleskop

In Afrika, Australien und Neuseeland soll das größte Radioteleskop der Welt entstehen – mit deutscher Beteiligung. Den Beitrag teilen sich das Bundesforschungsministerium und die Max-Planck-Gesellschaft.
21.12.2012 - 09:21 Uhr Kommentieren
Künstlerische Darstellung zeigt ein Feld von SKA-Einzelantennen von je 15 Meter Durchmesser. Deutschland hilft beim Bau des weltgrößten Radiotelekops SKA, das in Afrika, Australien und Neuseeland entstehen soll. Quelle: dpa

Künstlerische Darstellung zeigt ein Feld von SKA-Einzelantennen von je 15 Meter Durchmesser. Deutschland hilft beim Bau des weltgrößten Radiotelekops SKA, das in Afrika, Australien und Neuseeland entstehen soll.

(Foto: dpa)

Bonn/München Deutschland hilft bei der Entwicklung des weltgrößten Radiotelekops SKA, das in Afrika, Australien und Neuseeland entstehen soll. Es sei das zehnte Mitglied der Organisation zur Vorbereitung dieses Großprojekts geworden, teilten die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in München und die SKA-Organisation im britischen Manchester am Donnerstag mit. Mit dem System aus mehreren tausende Einzelteleskopen wollen die Forscher genauer als je zuvor die Entstehung der Sterne nach dem Urknall analysieren und nach Leben außerhalb der Erde spähen.

Den deutschen Beitrag zur SKA-Organisation von einer Million Euro teilen sich nach Angaben der MPG das Bundesforschungsministerium und die MPG. Ob es sich später auch am Bau von SKA direkt beteilige, stehe noch nicht fest, betonte SKA-Direktoriumsmitglied Beatrix Vierkorn-Rudolph vom Bundesforschungsministerium. Der Betrag sei für vier Jahre gedacht.

SKA steht für „Square Kilometre Array“, auf Deutsch: Quadratkilometer-Feld. Alle Teleskope zusammen haben nach MPG-Angaben in etwa diese Fläche. Die mehr als 1,5 Milliarden Euro teure Anlage soll 50 Mal empfindlicher und 10 000 Mal schneller messen als die derzeit besten Teleskope. Der Bau des SKA soll im Jahr 2016 beginnen.

„Das SKA hat das Potenzial, unser Verständnis des Universums, so wie wir es heute kennen, komplett umzukrempeln“, sagte der Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Prof. Michael Kramer. Er gehört ebenfalls zum SKA-Direktorium.

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    Das SKA späht nach Radiowellen. Diese haben im Vergleich zu sichtbarem Licht eine sehr viel größere Wellenlänge - von 10 Zentimetern bis 100 Kilometern.

     
    • dpa
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