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Sonde ins All gestartet Reise mit dem Sonnenwind kann beginnen

Das erste Weltraumsegelschiff der Welt ist von einem russischen U-Boot ins Weltall gestartet. Eine Rakete brachte die Sonde in den Raum, wo sie allein vom Licht der Sonne angetrieben werden soll.
Licht als Motor für Raumfahrzeuge. Klicken Sie auf die Lupe, um die Grafik zu sehen. Grafik: HB

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HB MOSKAU. Nach der erfolgreichen Abkopplung von der Trägerrakte werde die Sonde auf eine Umlaufbahn in 825 Kilometer Höhe über der Erde gebracht, teilte die „Planetary Society“ auf ihrer Internet-Seite mit. Erst dann sei es möglich, Kontakt zu dem Raumschiff aufzunehmen. Die private amerikanisch-russische Sonde „Cosmos 1“ ist mit acht Sonnensegeln ausgestattet.

Projektdirektor Louis Friedman aus den USA äußerte vor dem Start, dass sich die Sonde Wochen bis Monate im Weltraum halten kann. Ziel ist es, eines Tages Weltraumsegler mit Hilfe der neuen Antriebstechnik auf eine ausgiebige Tour durch unser Sonnensystem zu schicken - vielleicht schon in fünf Jahren.

Die vier Millionen Dollar (3,3 Millionen Euro) teure Sonde wurde von dem U-Boot in der Barentssee mit Hilfe einer umgerüsteten Interkontinentalrakete auf den Weg geschickt und in den ersten 37 Minuten im Weltall durch eine Batterie angetrieben. Danach sollten dann die wie Hubschrauber-Rotorenblätter angeordneten Sonnensegel entfaltet werden. Sie werden - wenn alles glückt - die Lichtpartikel reflektieren, wie Bälle, die von einer Wand zurückspringen. Durch diese winzigen Stöße wird die Sonde dann beschleunigt.

Je länger und kontinuierlicher das Sonnenlicht auf die Segel wirkt, desto schneller wird „Cosmos 1“: Nach 100 Tagen etwa könnte die Geschwindigkeit bei rund 16 000 Stundenkilometern liegen.

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