SpaceX Geheimer US-Satellit ist startklar

Das Startfenster öffnet sich am Freitagabend Ortszeit: In Florida steht eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX bereit. Sie soll einen geheimen Satelliten für die US-Regierung ins All bringen.
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Am Freitag soll eine Rakete dieses Typs einen geheimen Satelliten ins All bringen. Quelle: AP
Start einer Falcon-9-Rakete

Am Freitag soll eine Rakete dieses Typs einen geheimen Satelliten ins All bringen.

(Foto: AP)

BerlinAlles klar zum Start: Am Freitagabend Ortszeit wird das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) seine erste Rakete im neuen Jahr starten. An Bord hat sie eine geheimnisvolle Nutzlast mit dem Namen Zuma.

Die Falcon-9-Trägerrakete soll laut US-Luftwaffe am 5. Januar zwischen 20 und 22 Uhr Ortszeit starten. Die Rakete wird von der Rampe in Cape Canaveral abheben, von der auch die Apollo-Missionen und die Spaceshuttles starteten. Die erste Stufe der Rakete soll anschließend wieder auf der Erde landen.

Diese neuen Raketen sollen bald ins All fliegen
Bloostar
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Die zwei Meter große Rakete Bloostar von Zero 2 Infinity startet von einem Ballon in der Stratosphäre aus ins All. Sein erster Start ist für 2019 geplant. Ein Start kostet vier Millionen Dollar. Ihre Nutzlast: 0,08 Tonnen.

RocketLab Electron
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Die Electron wurde von Rocket Lab teilweise per 3-D-Druck hergestellt. Sie soll noch 2017 das erste Mal starten - für 4,9 Millionen Dollar. So viel kostet ein Start der Electron. Ihre Größe: 17 Meter. Ihre Nutzlast: 0,15 Tonnen.

SpaceX
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Wohl eine der bekanntesten unter den neuen Raketenmodellen ist die Falcon Heavy von SpaceX. Sie soll ebenfalls 2017 das erste Mal an den Start gehen. Obwohl sie wiederverwendbar ist, kostet ein Start 90 Millionen Dollar. SpaceX will die 70 Meter große Rakete mit einer Nutzlast von 64 Tonnen 2018 mit einem Raumschiff gekoppelt zum Rundflug um den Mond schicken.

Recycling-Rakete
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Das Interplanetary Transport System gehört ebenfalls zum Portfolio von SpaceX und ist deshalb ebenso wiederverwendbar. Sie soll nach ihrem ersten Start 2025 100 Menschen zum Mars bringen können. 62 Millionen Dollar kostet ein Start der 122 Meter großen Rakete, die eine Nutzlast von 450 Tonnen bietet.

Launcher One
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Die Launcher One von Virgin Galactic fliegt von einem Boeing-Jet aus ins All. Ihr erster Start wird 2018 anvisiert und soll weniger als 10 Millionen Dollar kosten. Größe: 70 Meter. Nutzlast: 0,23 Tonnen.

Blue Origin
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Die Rakete New Glenn von Blue Origin soll den wiederverwertbaren Raketen von SpaceX Konkurrenz machen. Sie soll 2020 zum ersten Mal starten und dann eine Landefähre zum Mond fliegen. Was ein Start der 95 Meter hohen Rakete dann kosten könnte, gibt das Unternehmen bislang nicht bekannt. Nutzlast: 45 Tonnen.

Ripple Aerospace
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Eine Besonderheit bietet die Sea Serpent One von Ripple Aerospace. Diese 36 Meter große Rakete startet aus dem Meer, braucht also keinen Weltraumbahnhof um abzuheben. Was ein solcher Start kostet, ist nicht bekannt. Die Nutzlast dieser Rakete: 2,6 Tonnen.

An Bord wird ein Satellit mit der Bezeichnung Zuma sein. Dessen Zweck ist streng geheim. Bekannt ist lediglich, dass der Satellit vom US-Raumfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman im Auftrag der US-Regierung gebaut wurde. Er soll in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo) ausgesetzt werden, das heißt bis in einer Höhe von 2000 Kilometern. In einem solchen Orbit umkreist ein Satellit die Erde in 90 bis 120 Minuten.

SpaceX hat schon öfter geheime Raumfahrzeuge für die US-Regierung ins All gebracht. Im September vergangenen Jahres brachte das Unternehmen von Elon Musk das unbemannte Raumfahrzeug X-37B ins All, das für Langzeiteinsätze im Orbit konzipiert ist. Im Mai hatte SpaceX einen Satelliten für den militärischen Geheimdienst National Reconnaissance Office transportiert, der im Juni die Raumstation ISS in wenigen Kilometern Entfernung passierte.

Der nun geplante Start war bereits mehrfach verschoben worden. Ursprünglich sollte Zuma schon im November vergangen Jahres ins All fliegen. Wegen eines Problems mit der Nutzlastverkleidung sagte SpaceX den Start jedoch ab, um Zeit für die Fehlersuche zu haben. Als neuer Termin wurde seinerzeit der 4. Januar angesetzt. Am 2. Januar wurde der Start aber noch einmal um einen Tag verschoben.

Als nächstes Projekt will SpaceX einen Triebwerkstest mit den 27 Triebwerken der Falcon Heavy durchführen. Die Schwerlastträgerrakete soll in Kürze zum ersten Mal fliegen.

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