Spezielle Relativitätstheorie Einstein legte Grundstein für Kernfusion

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Als Vorteil der Technik betonen die Physiker auch Sicherheitsaspekte. Anders als ein Kernspaltungskraftwerk besitzt ein Fusionsreaktor kein großes Inventar an radioaktivem Brennstoff. Und anders als bei der Kernspaltung läuft die Kernverschmelzung nicht in einer Kettenreaktion ab, die sich verselbstständigen kann. Der Brennstoff muss ständig nachgefüttert werden. „Das ist wie beim Vergaser eines Autos: Wenn Sie keinen Brennstoff mehr hineinpumpen, hört auch die Verbrennung auf“, erläutert Bradshaw.

Zudem entsteht im direkten Fusionsprozess kein radioaktiver Abfall. Lediglich das strahlende Reaktorgefäß muss nach Betriebsende sicher entsorgt werden. Nach 100 bis 500 Jahren ist die Radioaktivität dieses Materials nach IPP-Angaben vergleichbar mit derjenigen aus der gesamten Kohleasche eines leistungsgleichen Kohlekraftwerks, die immer auch natürliche radioaktive Stoffe enthält.

Trotz jahrzehntelanger Forschung ist die Kernfusion allerdings nach Expertenschätzung noch immer rund 40 Jahre von der kommerziellen Anwendung entfernt - eine Zeitspanne, die schon in den 60er Jahren genannt wurde. Einen stabilen Fusionsprozess aufrecht zu halten, erwies sich als kompliziert. Denn die Bedingungen für eine Kernverschmelzung sind extrem: Der Brennstoff muss auf rund 100 Mill. Grad Celsius erhitzt und dabei berührungslos in der Brennkammer eingeschlossen werden. Dazu sind sehr starke Magnetfelder mit der richtigen Struktur nötig.

Erstmals gelang es 1991 am europäischen Forschungsreaktor JET, eine nennenswerte Fusionsleistung zu erzeugen. 1997 legte JET dann nach und lieferte in zwei Sekunden immerhin rund 65 % der Energie zurück, die zum Zünden der Fusion hineingesteckt werden mussten - ein bis heute ungebrochener Rekord. Die internationale Testanlage ITER, die nun im südfranzösischen Cadarache entstehen wird, soll zehn Mal mehr Energie freisetzen als zum Zünden des Fusionsfeuers nötig ist.

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