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Sputnik V Russischer Corona-Impfstoff soll weniger als 20 Dollar kosten

Russland will das Mittel „Sputnik V“ 2021 für eine halbe Milliarde Menschen auf den Markt bringen. Die Kosten sollen unter der Konkurrenz liegen.
24.11.2020 - 13:23 Uhr Kommentieren
Mitte November hatte der russische Staatsfonds RDIF, der die Forschung finanziert, gemeldet, dass das Vakzin eine Wirksamkeit von 92 Prozent hat. Quelle: AFP
Russischer Corona-Impfstoff

Mitte November hatte der russische Staatsfonds RDIF, der die Forschung finanziert, gemeldet, dass das Vakzin eine Wirksamkeit von 92 Prozent hat.

(Foto: AFP)

Moskau Russland plant für seinen Corona-Impfstoff Sputnik V im Ausland einen Preis von weniger als 20 Dollar. Je Dosis solle der Impfstoff, der in zwei Dosen verabreicht wird, weniger als zehn Dollar kosten, wie am Dienstag aus dem offiziellen Twitter-Account von Sputnik V hervorging. Für russische Staatsbürger soll die Impfung kostenlos sein.

Mehr als eine Milliarde Dosen sollen im kommenden Jahr von dem Vakzin hergestellt werden. Bei zwei Dosen könnten so rund 500 Millionen Menschen versorgt werden.

Der internationale Marktpreis wäre damit günstiger als der des Corona-Impfstoffs der Partner Biontech und Pfizer, der auf der neuartigen mRNA-Technologie beruht und in Europa 15,50 Euro (gut 18 Dollar) pro Dosis kosten soll. Er wäre aber teurer als der Impfstoff von AstraZeneca, dessen Preis in Europa bei rund 2,50 Euro pro Dosis liegen soll.

Russland hatte mit „Sputnik V“ bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen und damit die Kritik von Experten auf sich gezogen, da dieser erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet worden war.

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    Mitte November hatte der russische Staatsfonds RDIF, der die Forschung finanziert, gemeldet, dass das Vakzin eine Wirksamkeit von 92 Prozent hat. Die Daten beruhten allerdings nur auf einer kleinen Zahl von 20 Covid-19-Fällen unter den Studienteilnehmern.

    RDIF und das staatliche Gamaleja-Institut in Moskau, das den Impfstoff entwickelt hat, legten nun weitere Daten vor, die auf 39 Covid-19-Fällen beruhten und 18.794 Studienteilnehmern, die zwei Impfdosen erhielten. Demnach habe Sputnik V eine Wirksamkeit von 91,4 Prozent nach 28 Tagen und von über 95 Prozent nach 42 Tagen gezeigt.

    Vorwürfe, Russland nehme bei der Entwicklung Abkürzungen, hatte das Land zurückgewiesen und als westliche Kampagne gegen seinen Impfstoff bezeichnet. Präsident Wladimir Putin hatte mehrfach betont, der Wirkstoff sei effektiv und ungefährlich. Selbst hat sich der 68-Jährige aber wohl noch nicht impfen lassen.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet demnächst Studienergebnisse zu dem russischen Wirkstoff. Erst danach könne eine Bewertung abgegeben werden, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Man sei „sehr, sehr erpicht“ auf diese Daten. Ein breites Portfolio an Impfstoff-Kandidaten sei wichtig, da gerade am Anfang die Nachfrage nach Impfungen größer sein werde als das Angebot, sagte Kluge.

    Die Corona-Lage in Russland ist derweil weiter ernst. Die Behörden meldeten am Dienstag 491 Tote - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen lag bei mehr als 24 300. Die Situation werde immer komplizierter, sei aber kontrollierbar, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

    Mehr: Diese Firmen haben im Impfstoff-Rennen aktuell die besten Chancen

    • dpa
    • rtr
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