Staub aus dem All Meteoriten-Jäger auf dem Dach

Sie stammen aus den Tiefen des Weltraums und regnen als winzige Stabkörnchen auf die Erde. Um Mikrometeoriten aufzuspüren, reicht manchmal schon Blick vor die eigene Haustür – oder besser: darüber.
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Jon Larsen sammelt auf einem Dach in Oslo Mikrometeoriten ein. Der Staub aus dem Weltall ist aber nicht ganz leicht zu erkennen. Quelle: dpa
Meteoriten-Jäger auf dem Dach

Jon Larsen sammelt auf einem Dach in Oslo Mikrometeoriten ein. Der Staub aus dem Weltall ist aber nicht ganz leicht zu erkennen.

(Foto: dpa)

OsloMehr als hundert Milliarden: So viele Mikrometeoriten stürzen jedes Jahr auf die Erde. Sie sind Millionen Jahre alt und fein wie Staub, und wohl deshalb bleiben die allermeisten unentdeckt.

Bis vor kurzem dachten Forscher, dass Mikrometeoriten nur in abgelegenen Landschaften wie der Antarktis oder in Wüsten zu finden sind. Eine neue Studie zeigt: Um den kosmischen Staub von fernen Supernova-Explosionen aufzuspüren, reicht es manchmal schon, auf das nächste Dach zu klettern.

Die Spur führt ins All
Spur ins All
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Eine leuchtende Spur zeichnet die Atlas-Rakete nach ihrem Start von Cape Canaveral in Florida. Die Rakete bringt einen unbemannten Raumtransporter mit Nachschub für die Raumstation ISS auf den Weg. Obwohl solche Versorgungsflüge längst Routine sind, geht gerade von nächtlichen Raketenstarts immer noch eine große Faszination aus.

Schallmauer durchbrochen
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Mit einer speziellen Fototechnik, der Schlierenfotografie, wurde diese Aufnahme gemacht. Sie macht die Schockwellen sichtbar, die auftreten, wenn ein Überschalljet die Schallmauer durchbricht.

Moderne Kunst 1
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Kein abstraktes Gemälde, sondern Riffs vor der Küste der Bahamas zeigt dieses Bild, das Astronauten der Raumstation ISS machten. Bei den kräftigen blauen Linien zwischen den Riffs handelt es sich um Priele - Wasserläufe, die ihr Entstehen den Gezeiten verdanken.

Moderne Kunst 2
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Auch dieses abstrakte "Gemälde" wurde von der ISS ausgemacht. Die Astronauten fotografierten ein Gebiet in Australien, über das die Raumstation gerade hinweg zog.

Selfie im All
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"Warum eigentlich immer nur die Erde fotografieren?" dachte sich US-Astronaut Scott Kelly und richtete während eines Weltraumspaziergangs seine Kamera mal auf sich selbst.

Rücksturz zur Erde
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Friedlich schwebt die Sojus-Raumkapsel am Fallschirm zurück zur Erde. Mit an Bord: Die Raumfahrer Scott Kelly und Michail Kornienko, die mehr als ein Jahr auf der Raumstation ISS verbracht hatten.

Aufbruch ins All
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In die andere Richtung ging es im Juni 1983 für Sally Ride, die an Bord des Spaceshuttles Challenger als erste US-Amerikanerin ins All flog.

„Jeder kann überall Mikrometeoriten finden“, sagt Jon Larsen. „Sie sind überall um uns herum.“ Jahrelang ist der Norweger auf Schulen, Kirchen, Turnhallen, Fabriken und Parkhäusern in Oslo herumgeturnt. Ausgerüstet mit einem Magneten, einem Sieb und einem Mikroskop. Dabei hat er nach eigenen Angaben rund tausend verschiedene Typen Mikrometeoriten entdeckt – zum Erstaunen seiner Forscherkollegen.

Seit rund 140 Jahren weiß die Wissenschaft, dass es Mikrometeoriten gibt. In der Antarktis stammten fast zehn Prozent aller Staubpartikel aus dem Kosmos, sagt der Geowissenschaftler Matthew Genge vom Imperial College in London, der zusammen mit Larsen und anderen Forschern eine Studie im Fachmagazin „Geology“ zu dem Thema veröffentlich hat.

„Weil es dort so kalt ist und es so wenig Wasser gibt, überleben die Teilchen dort viel länger.“ Manche sind vor Millionen Jahren auf die Erde gefallen. In der Antarktis sei es wesentlich einfacher, rasch sehr viele der winzigen Himmelskörper zu finden.

„Sie von Dächern aufzusammeln, ist dagegen eine Riesenarbeit“, sagt Genge. Als Forscher sich anschickten, in den Städten nach Mikrometeoriten zu suchen, machten ihnen Unmengen an Staub aus der Industrie, von Feuerwerken und Autos das Vorhaben schwer. „Ich habe genau umgekehrt angefangen“, erzählt Larsen. „Ich habe damit begonnen, alle Arten Staub zu kartieren und zu systematisieren.“

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1 Kommentar zu "Staub aus dem All: Meteoriten-Jäger auf dem Dach"

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  • "Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
    @ Marc Hofmann
    Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
    Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

    @Max Marx
    ich poste keine Märchen,
    sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
    Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
    Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
    Danke

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