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Streit um ersten Motorflug Der tollkühne Mann in der ersten fliegenden Kiste

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Zweifel am Erstflug der Gebrüder Wright
Flugpionier Wilbur Wright bei einem Flug auf dem Truppenübungsplatz Anvours bei Paris im Jahr 1908. Waren er und sein Bruder Orville tatsächlich die ersten Motorflieger der Geschichte? Quelle: dpa

Flugpionier Wilbur Wright bei einem Flug auf dem Truppenübungsplatz Anvours bei Paris im Jahr 1908. Waren er und sein Bruder Orville tatsächlich die ersten Motorflieger der Geschichte?

(Foto: dpa)

Bei seiner Weißkopf-Recherche sind Brown Dokumente zugespielt worden, die Zweifel am Erstflug der Gebrüder Wright im Dezember 1903 aufkommen lassen. So räumte Tom Crouch schon in einem älteren Brief an den US-Historiker Leonard Opdyke aus dem Jahr 1978 selbst Zweifel am motorisierten Erstflug der Gebrüder Wright ein: „War der erste Flug der Wrights am 17. Dezember 1903 ein stabiler Flug? Wahrscheinlich nicht“. Crouch erklärte inzwischen allerdings, er fühle sich bei dem Briefzitat missverstanden.

Das Foto vom Erstflug der Gebrüder Wright galt bislang als Schlüsselbeweis für die Pioniertat. Es prangt nicht nur auf Hunderttausenden amerikanischen Pilotenscheinen, sondern auch auf einer US-Briefmarke. Doch inzwischen dient das Foto Brown und anderen Luftfahrthistorikern eher als Beweis für das Gegenteil – nämlich, dass die auf dem Foto abgebildete Flugmaschine nie richtig flugfähig war.

Das Thema sorgt auch in den USA für Ärger. Der US-Staat Connecticut erklärte im Frühsommer 2013 den 14. August - den Tag von Weißkopfs angeblicher Pioniertat - zum alljährlichen Gedenktag. Dies führte umgehend zum Schulterschluss der US-Staaten Ohio und North Carolina. Vertreter beider Bundesstaaten protestierten gegen die offizielle Anerkennung von Weißkopf.

Im März 2013 stufte das britische Nachschlagewerk „Jane's All the World's Aircraft“ Browns Erkenntnisse als überzeugend ein und führt in seinem Jahrbuch künftig Gustav Weißkopf als den ersten Motorflieger der Welt. Dieser Einschätzung folgte im Herbst auch das Joanneum in Graz, eine Fachhochschule für Luftfahrt. Doch die Gemeinschaft der Luftfahrthistoriker ist weiterhin gespalten.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Streit um ersten Motorflug: Der tollkühne Mann in der ersten fliegenden Kiste"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • G. Weißkopf kann zu dieser Zeit garnicht geflogen sein:

    - er hatte garkeinen Pilotenschein, geschweige denn eine entsprechende Ausbildung.
    - sein Konstrukt bestand aus Materialien die damals garnicht zum Flugzeugbau zugelassen waren
    - sein angeblicher Flug fand auch nicht auf einem, dafür genehmigten Areal statt.
    - Weil dieser Flug nie stattfand, wurde er auch nicht dafür bestraft.

    Schlüssiger kann schließlich kein Nachwweis zugusten der Gebrüder Wright sein !

    ;-)