Technische Probleme Drohnen der US-Luftwaffe stürzen ab

Eine abgeschossen, 19 abgestürzt: Die US-Luftwaffe hat 2015 deutlich mehr Drohnen verloren als in den Jahren zuvor. Techniker bekommen die Probleme mit den Flugrobotern offenbar nicht in den Griff.
Zehn Drohnen dieses Typs gingen im vergangenen Jahr verloren. Quelle: dpa
US-Drohne MQ-1 Predator

Zehn Drohnen dieses Typs gingen im vergangenen Jahr verloren.

(Foto: dpa)

BerlinDie US-Luftwaffe hat bei Drohnen hohe Verluste durch technische Probleme: Zwanzig unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) seien im vergangenen Jahr bei Einsätzen abgestürzt, berichtet die Washington Post – zehn des Typs Predator und zehn Reaper-Drohnen.

Beide Modelle werden vom US-Rüstungskonzern General Atomics gebaut. Der Reaper ist der Nachfolger des Predator und wird sowohl für die Aufklärung als auch für Luftangriffe eingesetzt.

Wie die Luftfahrt aufrüstet
Militärtransporter von Airbus
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Während das zivile Testprogramm von Airbus derzeit ohne Probleme abzulaufen scheint, wird der militärische Teil des Luft- und Raumfahrtkonzerns kritisch beäugt. Der als Pannenflieger verschrieene A400M stürzte im Mai im spanischen Sevilla ab, nachdem Software das Hochfahren von drei der vier Triebwerke verhindert hatte. Vier Testpiloten starben, zwei weitere konnten sich aus der Maschine retten und wurden schwer verletzt.

Schauflug des Crashfliegers
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Auch wegen des Absturz' kommt dem A400M in Le Bourget besonders viel Aufmerksamkeit zu. Täglich dreht der Jumbo seine Schaurunden über dem Messegelände, hier gefolgt von einem französischen Patrouillenjet. Der Flugzeugbauer Airbus will wohl sein Vertrauen in die Maschinen demonstrieren.

Platz für drei Panzer
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Entgegen der negativen Schlagzeilen sieht Airbus für seinen Militärtransporter eine „glänzende Zukunft“. Der Laderaum bietet Platz für 116 Soldaten oder einen mittleren Transporthubschrauber oder drei Transportpanzer. 174 Maschinen sind bisher bestellt, zu den Käuferstaaten gehören neben Deutschland auch Frankreich und Großbritannien. Bei der weiteren Käufersuche schielt der Flugzeugbauer vor allem Richtung USA.

Militärhubschrauber von Boeing
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Die USA gelten als größter Abnehmer für den Airbus A400M und auch grundsätzlich für Militärmaschinen. So präsentieren Soldaten der US-Armee den Boeing-Helikopter AH-64D Apache Longbow bei der französischen Luftfahrtmesse.

Airbus NH90
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Auch der Airbus-Helikopter NH90 hat schon durch Pannen von sich reden gemacht. Medienberichten zufolge hat etwa die deutsche Bundeswehr fünf Fälle von Triebwerk-Problemen mit dem Transporthelikopter gemeldet. Im Bild stehen Soldaten den französischen Militärs neben der Maschine.

Rafale
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Das Rüstungsunternehmen Dassault präsentiert bei der Luftfahrtmesse das zweistrahlige Kampfflugzeug Rafale. Regelmäßig hebt die Maschine auch zu Demonstrationsflügen über dem Messegelände ab.

Ein Klassiker
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Der Kampfjet aus dem Hause Dassault ist bereits seit 1997 in Serienproduktion. Der französische Präsident Francois Hollande posierte bei seinem Eröffnungsrundgang über die Messe vor der Maschine.

Die Zahl der Abstürze liegt deutlich über denen der Vorjahre: 2014 ging 12 Drohnen verloren, in den beiden Jahren davor jeweils 13. Gestiegen ist vor allem die Pannenrate – also die Zahl von Abstürzen pro 100.000 Flugstunden: Die hat sich im Vergleich zu 2014 mehr als verdoppelt.

Nur eine der Drohnen wurde im Einsatz abgeschossen, über Syrien. Bei den übrigen waren technische Defekte die Ursache für den Absturz. Laut Untersuchungsberichten, die unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz freigegeben wurden, handelt es sich häufig um Ausfälle im elektrischen System der Drohne. Die Ermittler hätten jedoch weder die genaue Ursache lokalisieren können, noch eine Möglichkeit gefunden, das Problem zu beheben, schreibt die Zeitung.

Das Verteidigungsministerium gibt sich schweigsam
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