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Technologie Südkorea fördert Chipindustrie mit Milliarden für Samsung und SK Hynix

Die riesigen Subventionen der USA, Chinas und Europas schrecken Südkorea auf. Nun verspricht die Regierung umfängliche Hilfen für ihre Konzerne.
13.05.2021 - 15:36 Uhr Kommentieren
Das asiatische Land will seine Chipindustrie massiv fördern. Davon wird auch Samsung profitieren, der zweitgrößte Halbleiterhersteller der Welt. Quelle: AP
Südkorea

Das asiatische Land will seine Chipindustrie massiv fördern. Davon wird auch Samsung profitieren, der zweitgrößte Halbleiterhersteller der Welt.

(Foto: AP)

Tokio Südkoreas Regierung stellte am Donnerstag einen ambitionierten Plan zur Förderung der Chipindustrie vor. Mit hohen Subventionen und Steuernachlässen will sie die Halbleiterhersteller des Landes ermutigen, bis 2030 510 Billionen Won (370 Milliarden Euro) in den Ausbau der Chipindustrie zu investieren.

So soll der Wert von Koreas Chipexporten bis 2030 auf 200 Milliarden Dollar verdoppelt werden. Südkoreas führender Speicherchiphersteller Samsung Electronics kündigte daraufhin an, seine Investitionen in neue Chipwerke um ein Viertel auf 120 Milliarden Euro zu erhöhen. Konkurrent SK Hynix hatte bereits im April Investitionen in Höhe von 88 Milliarden Euro angekündigt.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in rechtfertigte den Kraftakt in einer Rede mit den Förderprogrammen Chinas, der USA und Europas. Japan wird Ende des Monats folgen. „Die Halbleiterindustrie ist in eine Ära des Wettbewerbs zwischen Ländern übergegangen, nicht nur des Wettbewerbs zwischen Unternehmen“, sagte er. „Auch unsere Regierung wird mit unseren Unternehmen in dem Ziel vereint sein, das Land zu einem Halbleiter-Powerhouse zu machen.“

Präsident Moon knüpft damit an seinen Plan an, Südkorea durch Investitionen in Künstliche Intelligenz, neue Mobilfunknetze und -dienste, Robotik, smarte Autos und Städte in ein „digitales Powerhouse“ zu verwandeln. Die Chipindustrie spielt dabei eine besonders große Rolle, da sie schon jetzt 20 Prozent der Ausfuhren der zehngrößten Wirtschaftsnation der Welt ausmacht.

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    Mit dem „K-Halbleiter-Blaupause“ getauften Plan will die Regierung nun den Speicherchipriesen Samsung und SK Hynix helfen, auch in anderen Segmenten der Industrie zu expandieren. Sie sollen künftig auch bei Prozessoren an die Weltspitze gelangen. Es sind dies die Gehirne eines jeden Rechners. Zudem sollen sie als Auftragsfertiger reüssieren.

    Staat unterstützt Bau neuer Chipwerke

    In einem ersten Schritt wird das Ministerium für Handel, Industrie und Energie umgerechnet 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um die Entwicklung von Leistungshalbleitern der nächsten Generation und für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz zu unterstützen. Darüber hinaus wird der Staat den Bau neuer Chipwerke mit zinsgünstigen Krediten in Höhe von 730 Millionen Euro unterstützen.

    Zusätzlich werden die steuerlichen Anreize versechsfacht. So gewährt die Regierung künftig Steuerrabatte von bis 50 Prozent für Investitionen in Forschung und Entwicklung und zehn bis 20 Prozent für damit verbundene Anlagen. Zudem werden der Staat und der öffentliche Stromversorger Kepco 50 Prozent der Kosten für den Bau von Stromnetzen übernehmen, die für die neuen Chipwerke benötigt werden.

    Die Regierung reagiert damit auf den Rückstand der südkoreanischen Konzerne außerhalb der Speicherchips, die sie global dominieren. So liegt Samsungs Marktanteil im weltweiten Foundry-Markt mit 17 Prozent weit hinter dem taiwanischen Weltmarktführer TSMC, der auf 55 Prozent kommt.

    In Korea wurden daher die Rufe nach dem Staat als Helfer immer lauter. Die „K-Halbleiter-Blaupause“ ist nun eine erste Reaktion auf diese Forderungen.

    Mehr: Sachsen will Europas Aufholjagd in der Chipindustrie anführen.

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