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Titandioxid-Beschichtungen verleihen Glas, Metall und Kunststoffen neue Eigenschaften Oberflächen reinigen sich von alleine

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Inwieweit auch Kunststoffe künftig mit selbstreinigenden Oberflächen beschichtet werden können, wird derzeit ebenfalls erprobt. Bislang war dies nicht möglich, da das Auftragen der Schichten bei hohen Temperaturen erfolgt. Die Forscher testen dazu nasschemische, so genannten Sol-Gel-Verfahren, die ohne hohe Temperaturen auskommen. Eine weitere Schwierigkeit: Die Kunststoffoberfläche selbst muss vor der oxidativen Wirkung der Photokatalysatoren geschützt werden.

Aber Titandioxid kann noch mehr: Photoaktive Oberflächen können durch Licht mit geeigneter Wellenlänge von einem Wasser abweisenden in einen Wasser anziehenden Zustand umgeschaltet werden. Das Prinzip ähnelt dem von Laserdruckern, deren Lichtstrahl für blitzschnelle und punktuelle elektrostatische Aufladung von Flächen sorgen, die mit Tonerpulver bedruckt werden sollen. Das ist interessant für Anwendungen in der Biotechnologie, wenn auf Biochips winzige Punkte biologisch aktiver Substanzen aufgebracht werden und mit Titanoxid beschichtete Stempel diese zielgenau platzieren.

Weitere Anwendungen in der Medizintechnik und dem Automobilbau werden denen in der Baubranche bald folgen, verspricht Schottner. Autofahrer werden dann sicherer durch den Winter kommen, weil ihre Außenspiegel nicht mehr beschlagen werden. Auch bei Regen haben Fahrer dann klare Sicht.

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