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Überwachungssystem US-Marine will mit Plankton und Krebsen U-Boote jagen

Fische und andere Meerestiere reagieren auf die Anwesenheit eines Unterwasserfahrzeugs. Das will sich die US-Marine für die Jagd auf U-Boote zunutze machen.
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Ozeane sollen dauerhaft von Meeresorganismen überwacht werden. (Bild: Darpa)
Darpa-Projekt Pals

Ozeane sollen dauerhaft von Meeresorganismen überwacht werden. (Bild: Darpa)

BerlinMeerestiere sollen zum Verbündeten der US-Streitkräfte werden: Die Darpa (Defense Advanced Research Project Agency), eine militärische Forschungseinrichtung, will Fische und andere Meeresbewohner als Alarmsystem für Unterwasserfahrzeugen nutzen. Die Forschungsagentur hat fünf Teams mit der Entwicklung der entsprechenden Technik beauftragt.

Im Rahmen des Programms namens Pals (Persistent Aquatic Living Sensors) soll das Verhalten der Meereslebewesen mit Sensoren beobachtet werden. Als mögliche „Informanten“ gelten Fische wie der Goliath-Zackenbarsch oder der Schwarzen Seebarsch, aber auch kleine Krebse oder Mikroorganismen wie Plankton.

Abweichungen vom normalen Verhalten der Lebewesen könnten Hinweise auf U-Boote oder unbemannte Wasserfahrzeuge geben. Fünf Teams sollen die nötige Technik für das Programm entwickeln: eines vom Naval Research Laboratory, einer Forschungseinrichtung der US-Marine, sowie je zwei von Universitäten und aus der Wirtschaft.

Die größten Flugzeugträger der Welt
USA: USS Carl Vinson
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Die Träger der US-amerikanischen Nimitz-Klasse, wie hier die USS Carl Vinson, waren bisher die größten Kriegsschiffe der Welt. Angetrieben von zwei Atomreaktoren und vier Dampfturbinen, haben sie bis zu 6.300 Mann Besatzung. Das letzte Schiff dieser Klasse kostete 6,3 Milliarden US-Dollar.

Die monatlichen Betriebskosten eines Flugzeugträgers dieser Größe betragen etwa 13 Millionen Dollar. Die Schiffe sind zeitlich nahezu unbegrenzt einsetzbar. Sie sind für eine Nutzungsdauer von rund 50 Jahren ausgelegt. Zehn Schiffe der Nimitz-Klasse bilden die US-amerikanische Flugzeugträgerflotte. Doch ein neues Schiff aus den USA hat die Nimitz-Klasse mittlerweile überholt ...

(Foto: dpa)
Flugzeugträger USS Gerald R. Ford
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Der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford verlässt im April 2017 den US-Hafen von Newport News für erste Probefahrten. Es ist 333 Meter lang, hat eine Verdrängung von 90.000 Tonnen und bietet Platz für 4.500 Menschen sowie mehr als 75 Flugzeuge.

(Foto: dpa)
Russland: Admiral Kusnezow
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Die Admiral Kusnezow ist der einzige Flugzeugträger der russischen Seekriegsflotte und das zurzeit größte Schiff mit dieser Funktion, das nicht in den USA gebaut wurde. Es ist das Typschiff der nach ihr benannten Admiral-Kusnezow-Klasse. Vom Stapel lief das Schiff im Jahr 1985, insgesamt ist es 306 Meter lang und 71 Meter breit.

(Foto: ap)
Indien: Vikramaditya
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Der russische Flugzeugträger „Admiral Gorschkow“ wurde für umgerechnet 2,2 Milliarden Euro von Russland an Indien verkauft. Das Schiff war in Russland bis 2012 entsprechend den Anforderungen der indischen Marine umgebaut worden und 2013 als Vikramaditya in Dienst gestellt. Die Virkamaditya erreichte ihren indischen Heimathafen im Bundesstaat Karnataka im Januar 2014 nach einer sechswöchigen Überfahrt. Das Schiff gehört zur Kiew-Klasse. Die Klasse war bis Mitte der 1990er-Jahre im Dienst der Sowjetunion und der Russischen Föderation.

(Foto: dpa)
Frankreich: Charles De Gaulle
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Die Charles de Gaulle verfügt als einziger Flugzeugträger außerhalb der US Navy über einen Nuklearantrieb, sie ist das Flaggschiff der französischen Marine. Der Flugzeugträger ist das größte Schiff der französischen Marine, im Vergleich zu den von den USA eingesetzten Flugzeugträgern allerdings relativ klein. Sie ist 261 Meter lang, knapp 65 Meter breit und 75 Meter hoch.

Bestückt ist sie in der Regel mit 40 Flugzeugen. Bei einer Einsatzdauer von sieben Tagen können maximal 100 Flüge pro Tag absolviert werden.

(Foto: dpa)
Italien: Giuseppe Garibaldi
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Das Flagschiff der italienischen Maschine heißt Giuseppe Garibaldi. Es wurde 1979 in Auftrag gegeben und sollte vorwiegend zur U-Boot-Jagd dienen. Das Flugdeck ist 173 Meter lang und 28 Meter breit. Der Start der Flugzeuge erfolgt über eine um 6,5 Grad ansteigende vordere Flugdeckrampe.

Seit Ende 2012 nimmt die Garibaldi Flugzeuge nur noch auf, wenn der Flugzeugträger Cavour nicht verfügbar ist.

(Foto: dpa)
China: Liaoning (Admiral-Kusnezow-Klasse)
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Projekt 1143.5, von der Nato als Admiral-Kusnezow-Klasse bezeichnet, ist eine Klasse von Flugzeugträger der Sowjetischen- und Russischen Marine. Der Träger wurde noch im unfertigen Zustand im Jahr 2000 an China verkauft, und dort nach längerer Ausrüstungs- und Modernisierungsphase zwei Jahre später als Liaoning in Dienst gestellt. Sie ist der erste Flugzeugträger der Marine der Volkrepublik.

Die Gesamtkosten sollten bei umgerechnet 2,4 Milliarden US-Dollar liegen, wovon die finale Fertigstellung rund 500 Millionen Dollar ausmachte.

(Foto: dpa)

Dabei geht es darum, unter Einsatz von Hydrophonen, Sonar, Kameras und anderen Sensoren Verfahren zu entwickeln, um das Verhalten der Meereslebewesen zu erfassen, ihre Reaktionen zu interpretieren, dabei Fehlalarme auszuschließen und schließlich das jeweilige Ergebnis an Land zu übermitteln.

Das Team der Florida Atlantic University etwa nimmt Geräusche von Goliath-Barschen auf und analysiert diese. Forscher der Universität of Maryland wollen Schwarze Seebarsche mit Sensoren ausstatten, um zu erfassen, wohin die Fische schwimmen, wenn sie Unterwasserfahrzeugen begegnen.

Mit Pflanzen auf Bombensuche

Das Naval Research Laboratory entwickelt Sensoren, die erfassen, wie Mikroorganismen auf die magnetischen Signaturen von Unterwasserfahrzeugen reagieren. Die US-Rüstungsunternehmens Northrop Grumman und Raytheon BBN Technologies untersuchen, was sich mit den Geräuschen, die der Pistolenkrebs emittiert, anfangen lässt. Northrop Grumman beschäftigt sich zudem noch mit biolumineszierenden Organismen, also Lebewesen, die in der Lage sind, Licht zu erzeugen.

Es ist nicht das erste Projekt der Darpa, das sich die Natur zunutze machen will: 2017 initiierte sie das Projekt Advanced Plant Technologies (APT). Dessen Ziel ist es, Pflanzen genetisch so manipulieren, dass sie als Sensoren dienen, die Bomben sowie biologische, chemische oder radioaktive Kampfstoffe erkennen.

Die Darpa hat das Pals-Programm im Februar vergangenen Jahres angekündigt. Jetzt wurden die ersten fünf Entwicklungsaufträge erteilt. Die in dem Projekt entwickelten Systeme sollen die bereits vorhandenen Meeresüberwachungssysteme des US-Militärs ergänzen.

Die bisherige Hardware ist laut der Darpa aufwendig, teuer und begrenzt in ihren Möglichkeiten. „Die allgegenwärtigen, sich selbst reproduzierenden und erhaltenden Meeresorganismen sind anpassungsfähig und reagieren stark auf ihre Umgebung“, heißt es in einer Erklärung der Forschungsagentur. Die Nutzung ihrer Fähigkeiten könnte es ermöglichen, dauerhaft zumindest strategisch wichtige Teile der Ozeane zu überwachen.

Mehr: Bei der Bundeswehr sind zumindest zwei U-Boote wieder einsatzfähig.

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