Unerwünschte Flugobjekte Drohnenjagd am Flughafen

Private Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen und anderen Flugverbotszonen nichts zu suchen, doch leider halten sich nicht alle Piloten daran. In den USA werden nun aggressive Abwehrmaßnahmen getestet.
  • Michael Linden
Das System stört den Funk zwischen Pilot und Drohne, was zum Absturz des Flugkörpers führen soll. (Bild: Liteye)
Anti-UAV Defence System

Das System stört den Funk zwischen Pilot und Drohne, was zum Absturz des Flugkörpers führen soll. (Bild: Liteye)

BerlinEin britisches Konsortium hat ein Drohnen-Flugabwehrsystem entwickelt, das Drohnen vom Himmel holen soll, wenn sie in verbotene Bereiche einfliegen. Das Anti-UAV Defence System (Auds) setzt dabei auf eine Funkstörung zwischen Pilot und Drohne, was zum Absturz des Flugkörpers führen soll.

Das System sieht aus wie ein Geschützturm und bietet der Bedienmannschaft eine optische Zielauswahl und Verfolgung der zu bekämpfenden Flugkörper an. Die „Geschützrohre“ sind Antennen, die auf die Drohne ausgerichtet werden. Ein starker Funkimpuls wird zum „Abschuss“ zielgerichtet freigesetzt, berichtet der britische Guardian unter Berufung auf den Hersteller.  Das System soll den Handyempfang wenn überhaupt nur kurzzeitig stören und sei auch so sicher, dass andere Flugkörper in der Umgebung, die nicht direkt anvisiert wurden, keine Probleme bekommen.

Bescheidener abheben
Vier Tage Luft- und Raumfahrtausstellung
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Schon vor Beginn der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) steht eines fest: Mit einem Besucherrekord wird es diesmal nichts. Das liegt nicht etwa an einer Flaute in der Branche. Der Grund ist die verkürzte Messedauer. Statt sechs Tage wie bisher sind es diesmal vom 1. bis 4. Juni nur vier.

Eurofighter auf der ILA
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Die Industrieschau soll so „effizienter“ werden, heißt es bei den Organisatoren. Aussteller und Fachbesucher hätten es sich so gewünscht. Aber auch das Privatpublikum hat nun weniger Zeit, sich Flugzeuge, Hubschrauber oder diesen Eurofighter auf der Südbahn des Flughafens Berlin-Schönefeld anzusehen.

Presserundgang auf dem Flughafen Schönefeld
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Die ILA-Fläche von 250.000 Quadratmetern bleibt indes unverändert. Hauptgeschäftsführer des BDLI Volker Thum (v.l.), Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Messechef Christian Görke (r.) luden bereits am Dienstag zum Presserundgang.

Kampfflugzeuge der Bundeswehr
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Auch das Flugprogramm wurde ausgedünnt. Die Veranstalter entsprachen damit nach eigenen Angaben Wünschen der Aussteller und Fachbesucher. Testfluge gab es bereits am Dienstag: Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ „Tornado“ probten hier in Schönefeld die Formation.

Boeing auf der ILA
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Auf den 250.000 Quadratmetern der ILA ist Boeing mit seinem Jumbo-Jet vertreten.

Airbus A380
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Airbus zeigt, wie auch schon im Jahr 2012 (Foto), das größte zivile Verkehrsflugzeug, eine A380, die bis zu 850 Passagieren Platz bietet.

Transporter AN-178
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Der ukrainische Flugzeughersteller Antonov stellt den neuen zweistrahligen Transporter AN-178 vor.

Der Ansatz sei zielgenauer als bisherige Jamming-Maßnahmen, die auch viele unschuldige Funknutzer treffen würden. Die drei britischen Unternehmen, die das elektronische Abwehrsystem entwickelt haben, sind Enterprise, Chess Systems und Blighter. In den USA wird Auds von Liteye Systems vermarktet.

Die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA hat nun auf ihrer Webseite Tests des Systems angekündigt. Wo die genau stattfinden, verriet die Behörde nicht. Die FAA werde eng mit dem Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, um die Effektivität der Maßnahmen zu untersuchen.

Wegen der vielen Zwischenfälle mit Flugzeugen hatte die US-Regierung Ende vergangenen Jahres eine Registrierungspflicht für Drohnen eingeführt. Die Fluggeräte müssen registriert werden und erhalten ein Kennzeichen. Die Bundesregierung will ebenfalls eine Registrierungspflicht durchsetzen.

Hierzulande gab es schon mehrfach Beinahe-Kollisionen zwischen Flugzeugen und Coptern. Eine solche Begegnung könne durchaus gefährlich werden, sagte der Pilot und professionelle Drohnennutzer Jan Evers kürzlich in einem Gespräch mit Golem.de. Er hatte selbst schon eine Begegnung mit einer Drohne in 600 Metern Höhe.

Zerstörung durch Laserbeschuss
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