Unerwünschte Flugobjekte Mit Drohnen gegen Drohnen

Ins Netz gegangen: Ein US-Wissenschaftler will Drohnen, die in Flugverbotszonen eindringen, mit einer anderen Drohne einfangen. Mit dem System ließen sich etwa auch fliegende Bomben neutralisieren.
Die Jagddrohne (l.) nähert sich dem Eindringling bis auf etwa zwölf Meter und schießt dann das Netz ab. (Foto: Screenshot/MTU)
Drohnenfang per Netz

Die Jagddrohne (l.) nähert sich dem Eindringling bis auf etwa zwölf Meter und schießt dann das Netz ab. (Foto: Screenshot/MTU)

BerlinWas tun gegen eine bösartige Drohne? Abschießen wäre eine Möglichkeit. Aber wenn sie Sprengstoff geladen hat, gibt es ein Problem. Mo Rastgaar von der Michigan Technological University (MTU) in Houghton hat eine bessere Idee: Er fängt die Drohne ein und bringt sie aus dem Gefahrenbereich.

Rastgaar hat eine Jagddrohne gebaut: einen Octocopter, der mit einem Netz und einem Katapult ausgestattet ist. Wird ein Eindringling gesichtet, steigt der Jäger auf – er kann ferngesteuert werden, er fliegt kombiniert ferngesteuert und autonom. Die Jagddrohne nähert sich dem Eindringling bis auf etwa zwölf Meter und schießt dann das Netz ab. Die andere Drohne verheddert sich darin und kann nicht mehr weiterfliegen.

Das Netz hängt mit einer Leine am Jäger. Dieser bringt seinen Gefangenen aus dem Gefahrenbereich und legt ihn an einem festgelegten sicheren Ort ab. „Das ist wie eine robotische Beizjagd“, sagt Rastgaar. Da das Netz sehr groß sei und sehr schnell eingesetzt werde, könne es selbst die schnellsten und wendigsten Copter einfangen.

Die besten Multikopter aller Klassen
Drohnen mit Kamera
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Parrot AR.Drone 2.0: Ein großer Quadrokopter mit HD-Kamera (720p). Die Steuerung erfolgt über Smartphone oder Tablet. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei maximal 50 Metern. Während des Flugs werden Fotos oder Videos per Livestreaming auf das Mobilgerät übertragen. Die Aufnahmen werden bei Bedarf auch auf einem mitfliegenden USB-Stick gespeichert. Im "Regiemodus" lassen sich Flugbewegungen für die Kamera programmieren.

Sensoren wie Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Magnetometer und Ultraschallentfernungsmesser und Bodenkamera sorgen für eine präzise Steuerung und Stabilisierung der Flugbewegungen. Die AR.Drone ist in verschiedenen Versionen erhältlich, das Spitzenmodell, die GPS-Edition, ist mit einem USB-Stick ausgestattet, der als GPS-Modul und gleichzeitig Speicher für Flugaufnahmen dient. Preis: circa 340 Euro.

Blade 180 QX HD
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Ein kompakter Quadrokopter mit eingebauter HD-Kamera und Fernsteuerung. Für den Flug lassen sich unterschiedliche Neigungswinkel einstellen, sodass die Blade-Drohne entweder besonders ruhige Kameraflüge oder besonders kühne Flugmanöver vollführt. Der Blade 180 QX HD ist gut geeignet für Anfänger oder Anwender, die keine allzu hohen Ansprüche an die Kamera stellen. Preis: circa 140 Euro.

Nine Eagles Galaxy Visitor 6
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Ein Quadrokopter mit HD-Kamera für Einsteiger. Bilder und Videos werden per Wi-Fi auf ein Smartphone oder Tablet (iOS oder Android) übertragen. Fortgeschrittene Piloten können auch die Wendigkeit des Fluggeräts erhöhen und damit spannende Flugmanöver erproben. Preis: circa 170 Euro.

Blade 350 QX2 AP Combo
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Der Blade 350 QX2 AP Combo ist ein komplett ausgestatteter Quadrokopter mit HD-Kamera (1080p) und GPS. Er überträgt das Live-Bild auf iPhone oder Android-Geräte. Die 2-achsige Kameraaufhängung (Gimbal) gleicht Luftturbulenzen aus, um sanfte und unverwackelte Aufnahmen zu ermöglichen. Beruhigend für Anfänger: Mit "Return Home" kehrt der Quadrokopter automatisch zum Startplatz zurück. Preis: ab 390 Euro.

Parrot Bebop Drone
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Ein anspruchsvoller Quadrokopter für Hobbyflieger mit Full-HD-Kamera und GPS. Das Digicam-Modul knipst Fotos mit 14 Millionen Pixel und Superweitwinkel (180 Grad, Fisheye). Videos werden auf dem acht Gigabyte großen Flash-Speicher abgelegt. Gesteuert wird die Bebop-Dohne über Smartphone oder Tablet. Die entsprechende App ist neben iOS und Android auch für Windows Phone erhältlich, eine Seltenheit. Die Reichweite bei der Smartphone-Steuerung liegt laut Hersteller bei maximal 50 Metern. Als optionales Zubehör gibt es einen Skycontroller, der die Reichweite auf etwa 2000 Meter vergrößern soll. Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnetometer, Ultraschallsensoren und eine Bodenkamera helfen, die Flugbewegungen präzise zu steuern und Turbulenzen auszugleichen. Daneben ist die Parrot zu FPV-Brillen (First Person View) von Zeiss oder Sony kompatibel. Die maximale Flugdauer liegt bei elf Minuten. Preis: 499 Euro (mit Skycontroller: 899 Euro).

Hubsan X4
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Die Kamera des Quadrokopters Hubsan X4 hat eine Auflösung von 720 x 480 Pixeln und ist daher weniger für anspruchsvolle Luftaufnahmen geeignet. Immerhin hat der preiswerte Hubsan mit der Fernsteuerung eine Reichweite von bis zu 100 Metern. Durch den abnehmbaren Schutzring kann man das Fluggerät auch in geschlossenen Räumen ausprobieren. LEDs machen die Drohne nachtflugtauglich. Preis: circa 80 Euro.

Yuneec Q500 Typhoon
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Der Q500 Typhoon gehört zu den Spitzenmodellen unter den Hobbyfliegern. Er arbeitet mit einer Full-HD-Kamera, die 60 Bilder pro Sekunde schafft und damit auch schnelle Bewegungen erfasst. Die Kameraaufhängung (Gimbal) gleicht Wackler oder Luftturbulenzen auf drei Achsen aus. In die Fernsteuerung ist ein Videobildschirm integriert, in dem man die Aufnahmen live verfolgen kann. Die Flugzeit liegt bei ansehnlichen 20 bis 25 Minuten. GPS ist ebenfalls an Bord. Preis: circa 1.200 Euro.

Die Polizei in der japanischen Hauptstadt Tokio ist schon auf eine ähnliche Idee gekommen. Nur schießt ihre Jagddrohne kein Netz ab, das Fanggerät hängt stattdessen unter der Drohne. Der Polizeicopter muss die andere Drohne also jagen und einfangen. Rastgaars Konzept, das er patentieren lassen will, dürfte etwas einfacher sein.

Anlass für die Entwicklung der Jagddrohne waren einige spektakuläre Zwischenfälle mit unbemannten Fluggeräten: 2013 fiel Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dresden eine Drohne, die ein Mitglied der Piratenpartei steuerte, buchstäblich vor die Füße. Anfang 2015 landete ein Copter auf dem Gelände des Weißen Hauses.

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