Unterricht per Avatar Mit Robotern zurück ins Klassenzimmer

Wenn Kinder schwer krank sind, ist ein normaler Schulalltag oft nicht mehr möglich. Mithilfe von Robotern können einige wieder am Unterricht teilnehmen.
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Die norwegische Entwicklerin Karen Dolva zeigt ihren Roboter AV1. Der Roboter ersetzt als Avatar Schüler, die schwer erkrankt sind und von zuhause am Unterricht teilnehmen wollen. Quelle: dpa
Roboter AV1

Die norwegische Entwicklerin Karen Dolva zeigt ihren Roboter AV1. Der Roboter ersetzt als Avatar Schüler, die schwer erkrankt sind und von zuhause am Unterricht teilnehmen wollen.

(Foto: dpa)

BerlinSchule nervt: Frühes Aufstehen, Hausaufgaben, Klausuren, all das sorgt bei Kindern selten für Begeisterung. Schule heißt aber auch Gemeinschaft, heißt reden, spielen und lernen mit Freunden. Genau das vermissen viele Kinder und Jugendliche, die wegen einer Erkrankung zu Hause oder im Krankenhaus bleiben müssen. Mithilfe kleiner Roboter, sogenannter Avatare, sollen sie nun zumindest virtuell wieder am Unterricht teilnehmen können.

In Deutschland werden erste Roboter seit Anfang März getestet – unter anderem an der Berliner Charité und im Kinder-Krebszentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Avatare heißen AV1, sind etwa 27 Zentimeter groß und wiegen rund ein Kilo.

Arme und Beine haben sie zwar nicht, dafür aber eine Kamera, einen Lautsprecher und ein Mikrofon. Vom Krankenbett aus können die Schüler damit am Unterricht teilnehmen. Über ein Smartphone oder Tablet steuern sie die Geräte.

Rollender Roboter fährt den Einkauf nach Hause
Roboter Gita
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Wieder mal zu viel eingekauft und die Taschen sind zu schwer? Gita hilft. Der von Piaggio Fast Forward (PFF) entwickelter Transport- und Lieferroboter soll dem Menschen Traglasten abnehmen und sie ihm beispielsweise nach Hause bringen.

Text: Werner Pluta/Golem.de Bilder: pr

Robotische Einkaufstasche
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Gedacht ist Gita eher als eine Art robotische Einkaufstasche auf Rädern denn als autonomer Lieferroboter. Der Roboter begleitet den Menschen zum Einkaufen, wird beladen und folgt dann.

Aufrecht auf zwei Rädern
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Gita – auf Deutsch etwa: kurzer Ausflug – ist rund und hat einen Durchmesser von etwa 66 Zentimetern. Der Roboter fährt auf zwei Rädern und hält sich dabei aufrecht – die Technik dürfte der des Segway ähneln.

Gita mit offener Ladeklappe
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Beladen wird der Roboter durch eine Klappe, die der Ladeluke einer Top-Lader-Waschmaschine ähnelt. Knapp 18 Kilogramm kann Gita transportieren – das reicht locker für den Wocheneinkauf.

Bis zu 35 km/h schnell
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Gita ist bis zu 35 km/h schnell, kann also auch einem Radfahrer folgen. Aus Sicherheitsgründen werde der Roboter aber zunächst nicht schneller als ein Mensch sein, sagte PFF-Chef Jeffrey Schnapp dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Mehrere Kameras
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Interessant ist die Navigation des Roboters per simultaner Lokalisierung und Kartenerstellung (Simultaneous Localization and Mapping, Slam). Piaggio hat den Roboter mit mehreren Kameras, darunter eine Stereokamera, ausgestattet, mit denen der Roboter seine Umgebung rund um sich herum wahrnimmt.

Gürtel mit Stereokamera
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Aus diesen 360-Grad-Ansichten erstellt Gita eine Umgebungskarte und lokalisiert sich auf dieser Karte. Eine Route lernt der Roboter kennen, indem er einem Menschen folgt. Der Mensch trägt einen Gürtel, an dem eine Stereokamera befestigt ist. Die Bilder der Kamera...

Mitentwickelt wurde der AV1 von der Norwegerin Karen Dolva. „Kinder haben so gut wie keine Berührungsängste. Die meisten sind schon mit dem Konzept von Avataren vertraut“, sagt sie.

Bereits 2015 hat die heute 27-Jährige gemeinsam mit zwei Partnern das Projekt „No Isolation“ ins Leben gerufen. Mehr als 400 Roboter seien bereits in Betrieb gegangen – unter anderem in Norwegen, Schweden und Großbritannien.

„Wir wollen, dass die Kinder damit spielen“, erklärt Dolva. „Der soziale Aspekt ist das Wichtigste. Deshalb soll jedes Kind den Avatar auch problemlos mit sich herumtragen können.“

Die Batterie reicht für sechs bis acht Stunden Videoübertragung – zwischendurch kann sie einfach an einer Steckdose aufgeladen werden. Damit ist der AV1 auch in den Pausen und auf dem Schulweg dabei.

„Kinder sind, wie wir alle, soziale Wesen. Für sie hat die Schule auch die Funktion, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen“, erklärt Markus Appel, Psychologe und Professor für Medienkommunikation an der Universität Würzburg. „Das vermissen Kinder natürlich auch.“ Appel begrüßt deshalb grundsätzlich die Möglichkeiten, die die Avatare für erkrankte Kinder bieten.

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1 Kommentar zu "Unterricht per Avatar: Mit Robotern zurück ins Klassenzimmer"

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  • "Herr Carlos Santos
    14.03.2018, 08:52 Uhr
    FRAU MERKEL GEHT, HERR HORST SEEHOFER WIRD NEUER BUNDESKANZLER !!!

    Dann erst beginnt für ganz Deutschland wieder Normalität !!!!!"

    ..................................................................................

    MIT SEEHOFER ALS KANZLER.....dann beginnt die NORMALITÄT!!!!!!!!!
    ...laut unserem.......CARLOS( der Herr der Punkte und GROSSBUCHSTABEN)


    BITTE,BITTE CARLOS

    WELCHEN TEE TRINKST DU MORGENS?????????????????


    ...................................................................

    PUNKTE UND GROSSBUCHSTABEN FÜR CARLOS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    ........................:::::::::::::::::::::::::::::::::::..................................





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