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US-Biotech-Unternehmen Schweiz sichert sich bei Moderna 4,5 Millionen Dosen möglichen Corona-Impfstoffs

Die Schweiz hat sich Zugang zu einem möglichen Corona-Impfstoff des US-Biotech-Unternehmens Moderna gesichert. Die Aktie bekam dadurch Auftrieb.
07.08.2020 - 13:59 Uhr Kommentieren
Der genbasierte Impfstoff des Biotech-Herstellers Moderna ist in den USA aktuell in der heißen Phase seiner Erprobung. Quelle: dpa
Möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus

Der genbasierte Impfstoff des Biotech-Herstellers Moderna ist in den USA aktuell in der heißen Phase seiner Erprobung.

(Foto: dpa)

Bern Die Schweiz hat sich den aussichtsreichen Corona-Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna für mehr als zwei Millionen Menschen gesichert. „Um der Schweiz einen frühen Zugang zum Impfstoff von Moderna zu gewährleisten, hat der Bund einen Vertrag über den Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen“, teilte die Schweizer Regierung am Freitag mit. Voraussetzung sei, dass der Impfstoff, der als einer der ersten weltweit klinisch getestet wird, eine Zulassung für die Schweiz erhalte. Pro Person seien dann voraussichtlich zwei Impfdosen nötig, wodurch 2,25 Millionen Menschen geimpft werden könnten. Die Anleger reagierten erfreut auf die Nachricht: Die Moderna-Aktie notierte am Freitagnachmittag mehr als 1,5 Prozent im Plus.

Die Schweiz gehöre zu den ersten Ländern, die mit Moderna einen Vertrag abgeschlossen hätten, hieß es weiter. Auch mit weiteren Impfstoff-Unternehmen sei man im Gespräch. „Gleichzeitig unterstützt die Schweiz multilaterale Vorhaben zur gerechten Verteilung eines zukünftigen Impfstoffes.“ Insgesamt stehen in der Schweiz 300 Millionen Franken (etwa 278 Millionen Euro) für die Beschaffung eines Impfstoffs zur Verfügung.

Der genbasierte Impfstoff des Biotech-Herstellers Moderna ist in den USA aktuell in der heißen Phase seiner Erprobung: Ende Juli startete die klinische Phase-III-Studie mit 30.000 Probanden, in der überprüft wird, ob der Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. In einem ähnlich fortgeschrittenen Stadium werden der WHO zufolge derzeit nur eine Handvoll weiterer Wirkstoffe erforscht. Ergebnisse werden gegen Ende des Jahres erwartet.

Mehr: Die zehn wichtigsten Corona-Impfstoff-Unternehmen – und wie weit sie sind

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