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Videokamera liefert Bilder vom Operationsort Chirurgen operieren Nebenschilddrüse minimal invasiv

Chirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben jetzt erstmals Nebenschilddrüsen minimal invasiv operiert. Ein kleiner ein Zentimenter langer Schnitt reichte aus

hsn DÜSSELDORF. Chirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben jetzt erstmals Nebenschilddrüsen minimal invasiv operiert. Ein kleiner ein Zentimenter langer Schnitt reichte aus, um mit einer fünf Millimeter dünnen Optik und kleinen Instrumenten das linsengroße Organ in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schilddrüse zum Teil zu entfernen. Bislang müssen die Patienten bei dieser Operation mit einer mehrere Zentimeter langen Narbe leben.

Weiterer Vorteil: Über die Optik wird eine Videokamera an den Operationsort gebracht, die ein 10-fach vergrößertes Bild auf einem Monitor im Operationssaal projiziert. „Wir können mit Hilfe der Videotechnik empfindliche Strukturen wie die Stimmbandnerven nun besser sehen und somit besser schützen“, erläutert Hueseyin Bektas, Chirurg an der MHH.

Die Nebenschilddrüse regelt den Kalzium- und Phosphathaushalt im Körper. Kommt es zu einer Überproduktion, werden viele Organe geschädigt. Es lagert sich Kalk ab: Nierensteine sowie Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre sind die Folge. Daher versuchen die Ärzte die vier Nebenschildrüsen freizulegen und die größten Drüsen zu entfernen. Das Verfahren eignet sich auch für die Operation einzelner Schilddrüsenknoten.

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