Forschung + Innovation Wasser-Radar der europäischen Mars-Sonde verklemmt

Die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) bangt um eines der entscheidenden Experimente ihrer Mars-Expedition: die Suche nach Wasser unter der Oberfläche des Roten Planeten.
'Mars Express' Quelle: dpa

Computerbild der europäischen Sonde "Mars Express" auf dem Weg zum Mars

(Foto: dpa)

dpa DARMSTADT. Die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) bangt um eines der entscheidenden Experimente ihrer Mars-Expedition: die Suche nach Wasser unter der Oberfläche des Roten Planeten. Wie die Kontrollzentrale Esoc am Dienstag in Darmstadt mitteilte, sind beim Ausklappen der ersten von drei Radarantennen Probleme aufgetreten.

Das 20 Meter lange Instrument habe sich nicht vollständig entfaltet. Allerdings sei es versteift und beeinträchtige damit nicht die Stabilität des Satelliten „Mars Express“, sagte Sprecherin Jocelyne Landeau-Constantine.

Wissenschaftler untersuchten zurzeit, ob sich die verklemmten Glieder einrenken lassen. Außerdem werde geprüft, wie groß das Risiko für einen ähnlichen Defekt an den anderen Antennen einzuschätzen ist. Erst danach soll das zweite, ebenfalls 20 Meter lange Gegenstück sowie die etwa sieben Meter lange Antenne am Rumpf ausgefahren werden. Nach Auskunft von Landeau-Constantine ist das Radar auch mit zwei Antennen funktionstüchtig. Außerdem sei das defekte Teil ebenfalls in der Lage, Daten zu empfangen. Das Radar soll Wasservorkommen bis in eine Tiefe von vier Kilometern messen können.

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