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Wettbewerb der Stiftung Rhön-Klinikum-Gründer will Gastronomie mit Luftfiltern helfen

Eugen Münch hat einen Luftfilter mitentwickelt, der die Gastronomie in der Zeit von Corona wieder Richtung Normalbetrieb bringen soll. Noch fehlt eine Firma, die das Gerät baut.
09.09.2020 - 13:55 Uhr Kommentieren
Der Unternehmen Eugen Münch in einer Besprechung seiner Stiftung: Die sucht Unternehmen, die kostengünstig Tischluftfilter für die durch die Coronakrise gebeutelte Gastronomie baut und hat dazu einen Wettbewerb ausgeschrieben. Quelle: Stiftung Münch
Rhön-Klinikum Gründer Eugen Münch sucht Hersteller für Tischluftfilter

Der Unternehmen Eugen Münch in einer Besprechung seiner Stiftung: Die sucht Unternehmen, die kostengünstig Tischluftfilter für die durch die Coronakrise gebeutelte Gastronomie baut und hat dazu einen Wettbewerb ausgeschrieben.

(Foto: Stiftung Münch)

Frankfurt Wenn es um die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland geht, hat Rhön-Klinikum Gründer Eugen Münch, 75, immer viele Ideen. Als erste Klinikgruppe in Deutschland testete Rhön-Klinikum vor Jahren die Diagnoseunterstützung durch Künstliche Intelligenz mit dem Einsatz von IBMs Super-Computer Watson. Und mit seiner Stiftung fördert Münch seit Jahren innovative Projekte für eine bessere medizinische Versorgung.

Angesichts der Folgen der Corona-Krise für das öffentliche Leben und die Gastronomie hat der Klinikgründer jetzt zusammen mit dem Ingenieur Jörg Demmler einen Luftdesinfektionsfilter entwickelt, der künftig auf Tischen in Restaurants stehen könnte. Er soll die Atemluft der Gäste einsaugen, sodass sie nicht im Raum verteilt wird und sie sterilisiert und virusfrei wieder ausgeben, so der Plan. So soll ein normaler Betrieb ohne Abstandsregeln ermöglicht werden.
Das Patent für das Tischgerät ist angemeldet, jetzt sucht die Stiftung Münch eine Firma, die einen solchen Tischfilter möglichst kostengünstig baut.

Dazu hat sie einen Wettbewerb ausgelobt. Der Gewinner kann die Patentanmeldung nutzen.
„Restaurantbesuche sind für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. Wenn sie weiter möglich sind, ohne dass dabei ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, wird damit nicht nur die Lebensqualität positiv beeinflusst, sondern vermutlich auch die Akzeptanz für weiterhin notwendige Restriktionen in der Bevölkerung erhalten“, beschreibt Eugen Münch die Motivation für seine Erfindertätigkeit.

Zudem können die Tischfilter dazu beitragen, die gravierenden ökonomischen Folgen für die Gastronomie abzumildern und die Volkswirtschaft positiv zu beeinflussen. „Damit passt das Projekt sehr gut zu den zwei großen Themen, für die Stifter Eugen Münch steht und die er stets in Zusammenhang bringt: Gesundheit und Ökonomie“, sagt Professor Boris Augurzky,
Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

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    Dass es bereits Geräte für die Luftreinigung am Markt gibt, ist dem Stifter bewusst. Ihm geht es vor allem darum, eine kostengünstige Lösung anzubieten, die flächendeckend zu Einsatz kommen kann. Die Geräte sollen für den Winterbetrieb in ausreichend großer Menge erhältlich sein und möglichst weniger als 100 Euro kosten, heißt es bei der Stiftung. Bewerben können sich Interessierte bis 16. Oktober. Der Gewinner wird von einer hochkaratigen Jury ausgewählt.

    Eugen Münch ist ein Pionier der Klinikbranche, der aus dem Sanierungsfall der zu Guttenbergschen Kurkliniken ab den 1980ern Jahren den privaten Betreiber Rhön-Klinikum formte und zu einem milliardenschweren börsennotierten Unternehmen ausbaute. Der umtriebige Unternehmer gilt in der Branche als Visionär, weil er schon sehr früh das Konzept einer vernetzten, an den Bedürfnissen des Patienten orientierten medizinischen Versorgung verfolgte. Er gilt aber auch als jemand, der die Zügel nicht so einfach aus der Hand geben will und auch in einen Alter, in dem andere sich zur Ruhe setzen, weiter gestalten will.

    Im Februar suchte Münch den Schulterschluss mit dem Asklepios-Gründer Bernard große Broermann, um Rhön-Klinikum mit dem zweitgrößten privaten Klinikbetreiber Asklepios zusammenzubringen.

    Asklepios und Münch bündelten ihre Anteile an Rhön-Klinikum in einem gemeinsamen Joint-Venture. Den übrigen Aktionären wurde ein freiwilliges Übernahmeangebot gemacht. Anfang Juli schloss Asklepios die Übernahme ab. Beide Firmen wollen nun gemeinsam die Digitalisierung ihrer Häuser und der gesamten Krankenhauslandschaft vorantreiben.

    „Das Gesundheitssystem braucht Lösungen, die über das hinausgehen, was ein Unternehmen allein leisten kann“, begründete Eugen Münch Anfang des Jahres seinen Vorstoß zu den Joint-Venture. Eugen Münch wird dabei in wichtiger beratender Funktion involviert sein.

    Mehr: Eugen Münch sucht den Schulterschluss mit Asklepios.

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