Insight Innovation: Die ungewöhnlichen Ideen einer Ex-Digitalministerin
Osaka. Jensen Huang ist in Taiwan ein Superstar. Als „Taylor Swift in Tech“ wird der Chef des wertvollsten Unternehmens der Welt, des Chipherstellers Nividia, dort gern bezeichnet. Die Popularität des gebürtigen Taiwaners wird von Kriminellen in dem Inselstaat immer wieder ausgenutzt. So warb in diesem Frühjahr eine digitale Version Huangs für Aktienanalysen und Investmenttipps. Mehr als hundert Menschen fielen darauf herein und verloren Millionen Euro.
Doch es gab ein Happy End. Nicht nur wurden die Schuldigen schnell verhaftet. Auch wurde die Facebook-Mutter Meta umgehend mit einer Geldstrafe belegt. Denn das Unternehmen hatte seine gesetzliche Pflicht versäumt, die Werbung auf seinen Seiten als möglicherweise unseriös auszuzeichnen.
Dieser Fall war der erste, bei dem in Taiwan ein Gesetz zur Eindämmung von KI-Deepfakes zum Einsatz kam. Das Gesetz war auf ungewöhnliche Weise entstanden und 2024 in Kraft getreten: Die Regierung in Taiwan fragte Hunderttausende zufällig ausgewählte Bürger nach ihrer Meinung zum Problem Deepfakes – und deren Vorschläge wurden in das Gesetz gegossen. Deepfakes können Bilder, Videos oder Tonaufnahmen sein, die zwar echt wirken, in Wahrheit aber mithilfe von KI manipuliert wurden.