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Wissenschaft Babys behalten schon mit drei Monaten ganze Sätze

Verbale Liebkosung und andere Zusprache prägt sich schon überraschend früh im Gehirn eines Babys ein.
Mutter mit Kind auf Madagaskar Quelle: dpa

Laut einer Studie merken sich Kinder schon ab einem Alter von drei Monaten ganze Sätze.

(Foto: dpa)

dpa WASHINGTON/NEW YORK. Verbale Liebkosung und andere Zusprache prägt sich schon überraschend früh im Gehirn eines Babys ein. Kleinkinder nehmen bereits im Alter von drei Monaten kurze Sätze auf und speichern sie in der als Broca-Zentrum bekannten Sprachregion im Hirn ab, wie ein französisches Forscherteam jetzt nachgewiesen hat.

Der Untersuchung zufolge ist bei Babys ein ganzer Komplex von Hirnregionen in die Sprachwahrnehmung verwickelt. Die Forscher berichten darüber in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („Pnas“; Online-Vorabveröffentlichung).

Wird der Wortlaut immer und immer wiederholt, so ist besonders das Broca-Zentrum angesprochen und reagiert mit erhöhter Blutzufuhr. Von diesem Zentrum war bisher nur bekannt, dass es bei Erwachsenen für Grammatik und die Formulierung von Sprache verantwortlich ist. Die Forscher um Ghislaine Dehaine-Lambertz vom Institut National de la Santé in Orsay schließen daraus, dass das Hirn eines Babys schon in den ersten Lebensmonaten in hohem Maße organisiert und für Sprache empfänglich ist.

Den Untersuchungen zufolge sind Babys schon sehr viel früher als bisher angenommen in der Lage, Sprache in ihrer unmittelbaren Umgebung wahrzunehmen und Schritt für Schritt in verschiedenen Hirnregionen zu verarbeiten. Die Tatsache, dass das Broca-Zentrum eine wichtige Rolle bei diesem Prozess spielt, zeigt nach Darstellung der Forscher, dass das kleinkindliche Hirn schon bald nach der Geburt eine hoch ausgebildete, komplexe Struktur besitzt, die Babys ermöglicht, lange vor den ersten eigenen Lauten die Sprache ihrer Eltern zu erlernen.

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