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Wissenschaft braucht Vernetzung USA bei Nobelpreisen ungeschlagen

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Seit ihrer Gründung 1958 gelangen an der Medical School zahlreiche medizinische Durchbrüche. Hier wurde 1981 die weltweit erste erfolgreiche Herz- und Lungentransplantation durchgeführt, 2000 das erste vererbte Arthritis-Gen und 2001 eine neue Gruppe von Asthma- Genen entdeckt. Stanfords Medical School beschäftigt 736 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter, erhielt im vergangenen Jahr 245 Mill. Dollar aus der öffentlichen Hand und bittet ihre Studenten mit einer jährlichen Studiengebühr von rund 50 000 Dollar zur Kasse. Dennoch erscheint diese Zukunftsinvestition sehr vielen lohnend: Von 5548 Studienplatz-Bewerbern wurden 2005 nur 86 angenommen - Auslese auch in dieser Hinsicht.

In den USA lag der Anteil für Forschungsausgaben zuletzt bei etwa 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In Deutschland sanken die Gesamtausgaben von Staat und Wirtschaft für Forschung und Entwicklung von 2,52 Prozent (2003) auf 2,48 Prozent (2004) des BIP. Während der Bund zusätzliche sechs Mrd. Euro bis 2009 in ein Wachstumspaket von insgesamt 14,9 Mrd. Euro investiert, müssen Länder und Wirtschaft noch nachziehen. Nur so kann das EU-Ziel, bis zum Jahr 2010 drei Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung auszugeben, erreicht werden. Von der Investition in die Forschung bis hin zum „Pflücken der Früchte“, etwa als hohe Wissenschaftspreise, können leicht bis zu 15 Jahre vergehen.

Der frischgekürte Chemie-Nobelpreisträger Roger D. Kornberg erklärte den Erfolg der US-Forscher am Mittwoch so: „Das liegt an der beispiellosen öffentlichen Unterstützung für die Wissenschaft in den USA. Und an der Größe des Wissenschaftsbetriebs.“ Der Chefredakteur des renommierten US-Fachjournals „Science“, Donald Kennedy, sieht die Europäer und Asiaten jedoch in der Aufholjagd: „Einige Leute in den USA machen sich darüber inzwischen ernsthafte Sorgen - aber ich glaube, dass dies der Wissenschaft sehr gut tun wird“, sagte er in einem „Spiegel“-Interview.

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