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Wissenschaft Klimawandel dezimiert Zugvögel durch Futtermangel

Der Klimawandel führt zu Futtermangel für manche Zugvögel und lässt ihren Bestand zum Teil dramatisch schrumpfen. Das berichten niederländische Forscher am Beispiel des Trauerschnäppers im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 441, S. 81).
Zugvögel in Großbritannien Quelle: dpa

Sie fliegen jedes Jahr Tausende Kilometer und finden immer den Weg: Der Vogelzug ist eines der Wunder der Natur.

(Foto: dpa)

dpa DEN HAAG/LONDON. Der Klimawandel führt zu Futtermangel für manche Zugvögel und lässt ihren Bestand zum Teil dramatisch schrumpfen. Das berichten niederländische Forscher am Beispiel des Trauerschnäppers im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 441, S. 81).

Durch die gestiegenen Temperaturen sind Raupen, die Hauptnahrungsquelle für die Küken, zur Brutzeit oft bereits Mangelware. Der Bestand des Zugvogels ist dadurch mancherorts um bis zu 90 Prozent gesunken, wie Christiaan Both von der Universität Groningen (Niederlande) und seine Kollegen schreiben. Bei anderen Langstrecken-Zugvögeln gehen die Forscher von ähnlichen Folgen aus.

Der Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) überwintert in Afrika und kehrt im April zum Brüten nach Mitteleuropa zurück. Die Forscher um Both hatten bereits gezeigt, dass die Vögel durch den Klimawandel etwas früher ihre Eier legen. Das ist aber nicht früh genug, um mit dem vorgezogenen Frühling Schritt zu halten. Und ihre Reisezeit können die Zugvögel offensichtlich nicht anpassen.

Durch die wärmeren Temperaturen schlüpfen aber auch die Raupen, mit denen der Schnäpper seine Küken füttert, in den Brutgebieten vielerorts deutlich früher. Dort, wo sich die Raupen besonders früh entwickeln, ist der Trauerschnäpperbestand um bis zu 90 Prozent geschrumpft. In Gegenden, in denen sich die Raupen erst später entwickeln, gingen die Bestände dagegen kaum zurück, maximal um zehn Prozent.

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