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Wissenschaft Kosmisches Nachbarschaftsporträt enthüllt hunderttausende Sterne

Ein einzigartiges Porträt einer Nachbargalaxie der Milchstraße enthüllt hunderttausende bislang unbekannte Sterne. Das Mosaik aus 300 000 Einzelbildern des „Spitzer“-Weltraumteleskops zeigt die Wärmestrahlung junger und alter Sonnen.
Spitzer-Webseite Quelle: dpa

Webseite des „Spitzer“-Weltraumteleskops.

(Foto: dpa)

dpa PASADENA. Ein einzigartiges Porträt einer Nachbargalaxie der Milchstraße enthüllt hunderttausende bislang unbekannte Sterne. Das Mosaik aus 300 000 Einzelbildern des „Spitzer“-Weltraumteleskops zeigt die Wärmestrahlung junger und alter Sonnen.

Sie verbergen sich im sichtbaren Licht hinter dichten Staubschwaden der Großen Magellanschen Wolke. „Wir sehen Gruppen alter Sterne sowie Sonnen, die gerade entstehen“, erläuterte Karl Gordon von der Universität von Arizona in Tucson. Das Falschfarben-Mosaik, auf dem ein zentrales blaues Sternen-„Meer“ von rauen Staub-„Wellen“ umgeben ist, zeigt etwa ein Drittel der Großen Magellanschen Wolke, wie das California Institute of Technology am Donnerstag (Ortszeit) in Pasadena (USA) mitteilte.

Anhand des Galaxienporträts können die Astronomen den Kreislauf studieren, in dem Sterne aus kosmischem Staub entstehen und wieder zu Staub zerfallen. „Wir können den kompletten Lebenszyklus galaktischer Materie in einem einzigen Schnappschuss verfolgen“, erläuterte Margaret Meixner vom Space Telescope Science Institute in Baltimore (US-Staat Maryland). „Die "Spitzer"-Beobachtungen der Großen Magellanschen Wolke liefern uns den bislang detaillierteste Blick daraus, wie dieser Feedback-Prozess in einer gesamten Galaxie funktioniert. Wir können messen, wie viel Staub von den Sternen aufgebraucht wird, und wie viel sie auswerfen.“ Meixners Gruppe wird ihre Analysen in der Novemberausgabe des Fachblatts „Astronomical Journal“ veröffentlichen.

Die Große Magellansche Wolke ist 160 000 Lichtjahre entfernt und gehört zu einer Handvoll Zwerggalaxien, die um die Milchstraße kreisen. Sie ist am Himmel der Südhalbkugel zu sehen und benannt nach dem portugiesischen Seefahrer und Entdecker Ferdinand Magellan (1 480- 1 521), der den Lichtflecken auf seiner Weltumsegelung beobachtete.

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