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Wissenschaft Künstliches Leben nicht in den kommenden Jahren

Der Chef des Labors für Genomanalyse an der Uni Göttingen, Gerhard Gottschalk, hat die in den USA gelungene künstliche Herstellung von Bakterien-Erbgut als Durchbruch bezeichnet. Er erwartet den entscheidenden Schritt zur Herstellung künstlichen Lebens aber nicht in naher Zukunft.

dpa GöTTINGEN. Der Chef des Labors für Genomanalyse an der Uni Göttingen, Gerhard Gottschalk, hat die in den USA gelungene künstliche Herstellung von Bakterien-Erbgut als Durchbruch bezeichnet. Er erwartet den entscheidenden Schritt zur Herstellung künstlichen Lebens aber nicht in naher Zukunft.

Die Vorgehensweise des amerikanischen Biotechnikunternehmers Craig Venter und seines Forscherteams sei eine historische Leistung bei der Synthese großer DNA-Moleküle, hob Gottschalk am Freitag im Deutschlandradio Kultur hervor.

Der Präsident der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften wandte dennoch ein, dass das hergestellte Erbgut nur ein Informationsspeicher sei. DNA sei ein elementar wichtiger Baustein für das Leben, aber nicht der einzige. Gottschalk erwartet den entscheidenden Schritt des Forscherteams zur Herstellung künstlichen Lebens daher nicht in naher Zukunft.

Das Ziel, künstlich Bakterien mit besonderen Eigenschaften zu erschaffen, hält Gottschalk für abwegig. Es gebe 1,1 Mill. Bakterienarten. „Die Variationsbreite der Eigenschaften in diesen Bakterien ist riesig groß.“ Es sei schwer vorstellbar, dass ein synthetisch hergestelltes Bakterium mehr leisten könnte als die existierenden Bakterienarten. Diese sollten nach Gottschalks Einschätzung gezielt eingesetzt werden: „Da steckt genügend Potenzial drin.“

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