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Wissenschaft Kurzer Zeigefinger deutet auf erhöhtes Arthritis-Risiko

Wenn der Ringfinger den Zeigefinger überragt, deutet das auf ein erhöhtes Arthritisrisiko hin. Das schließen britische Forscher aus einem Vergleich von 2049 Arthritispatienten mit 1 123 Probanden ohne die schmerzhafte Gelenkentzündung.

dpa NOTTINGHAM. Wenn der Ringfinger den Zeigefinger überragt, deutet das auf ein erhöhtes Arthritisrisiko hin. Das schließen britische Forscher aus einem Vergleich von 2049 Arthritispatienten mit 1 123 Probanden ohne die schmerzhafte Gelenkentzündung.

„Der zugrundeliegende Mechanismus ist aber noch unklar und muss weiter erforscht werden“, betonte Prof. Michael Doherty von der Universität Nottingham. Das Team um Doherty stellt seine Beobachtung im Fachjournal „Arthritis and Rheumatism“ (Bd. 58, S. 137) vor.

Das Längenverhältnis von Ring- und Zeigefinger ist in verschiedener Hinsicht ein geschlechtsspezifisches Merkmal. So haben Männer in der Regel längere Ring- als Zeigefinger, was als Folge des männlichen Sexualhormons Testosteron gilt. Bei Frauen hingegen sind die beiden Finger meist etwa gleichlang. Andererseits lässt sich Arthritis unter anderem mit einem Mangel des weiblichen Sexualhormons Östrogen in Verbindung bringen, wie die britischen Forscher schreiben. Sie wollten daher wissen, ob das Längenverhältnis der beiden Finger etwas über das Arthritisrisiko aussagt.

Tatsächlich deutete ein kurzer Zeigefinger auf ein bis zu verdoppeltes Arthritisrisiko hin. Das bedeutet allerdings nicht, dass Männer grundsätzlich eher Gefahr laufen, an der Gelenkentzündung zu erkranken, wie Doherty erläuterte. Die Fingerlänge ist nur einer von vielen Risikofaktoren. Tatsächlich erkranken mehr Frauen als Männer.

Unter den schwer kranken Arthritispatienten in der britischen Studie waren solche mit einem kürzeren Zeigefinger im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe bei beiden Geschlechtern aber überrepräsentiert. Es handele sich um die erste Studie, die diesen Zusammenhang untersucht habe, betonen die Wissenschaftler. (Fachartikel-Identifikationsnummer: DOI: 10.1 002/art.23 237)

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