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Wissenschaft Leuchtende Hautzellen verraten Nachteulen und Frühaufsteher

Ob jemand Frühaufsteher oder Nachteule ist, zeigt sich auch in den Genen der Haut. Das berichten Forscher aus Berlin und Zürich in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („Pnas“, online vorab veröffentlicht).

dpa WASHINGTON/BERLIN. Ob jemand Frühaufsteher oder Nachteule ist, zeigt sich auch in den Genen der Haut. Das berichten Forscher aus Berlin und Zürich in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („Pnas“, online vorab veröffentlicht).

Die Gruppe hatte 28 Probanden Hautzellen entnommen, darunter elf Frühaufstehern - den sogenannten Lerchen - und 17 Nachteulen. Im zweiten Schritt fügten die Forscher den Zellen ein Gen ein, das im Takt der Zellaktivität leuchtete. Im dritten Teil des Experiments ließ sich so die Aktivität der Zellen an ihrem Glimmen ablesen, wie Steven Brown von der Universität Zürich mit seinen Kollegen der Berliner Charité sowie der Humboldt-Universität beschreibt.

Die Hautzellen der Frühaufsteher zeigten die kürzesten Leuchtperioden, jene der Nachteulen die längsten. Diese Arbeit lasse einen klinischen Test möglich scheinen, um Menschen mit extremen Tagesrhythmen zu ermitteln, schreiben die Autoren.

Die innere Uhr des Menschen wird vom Gehirn gesteuert und unter anderem von der Tages- und Nachtdauer ständig nachjustiert. Dieser zirkadiane Rhythmus läuft auch dann weiter, wenn der Mensch - etwa nach einem langen Flug - in eine andere Zeitzone gerät. Der Jetlag ist eine Folge. Die neue Arbeit lege den Schluss nahe, dass die innere Uhr nicht allein von einem zentralen Taktgeber im Hirn beeinflusst wird, sondern auch von den Vorgängen in den Zellen, heißt es in dem Journal.

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