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Wissenschaft Neue Impfung gegen Mittelohrentzündung

Eine neue Schutzimpfung kann kleine Kinder vor einer Mittelohrentzündung bewahren. Ein tschechisches Ärzteteam stellt seine Entwicklung im britischen Fachblatt „The Lancet“ (Bd. 367, S. 740) von diesem Samstag vor. Mittelohrentzündungen gehören zu den häufigsten Infektionen bei Kleinkindern.

dpa PRAG/LONDON. Eine neue Schutzimpfung kann kleine Kinder vor einer Mittelohrentzündung bewahren. Ein tschechisches Ärzteteam stellt seine Entwicklung im britischen Fachblatt „The Lancet“ (Bd. 367, S. 740) von diesem Samstag vor. Mittelohrentzündungen gehören zu den häufigsten Infektionen bei Kleinkindern.

Die Mediziner hatten knapp 5 000 Kinder im Alter zwischen drei und 15 Monaten geimpft - entweder mit dem neuen Wirkstoff oder, zur Kontrolle, mit einem Hepatitis-Vakzin. Anschließend verfolgten die Mediziner die Krankengeschichte der Kinder bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahrs. „Danach stellten wir eine Reduzierung der akuten Mittelohrentzündungen um ein Drittel bei Kindern in der Impfstoff- Gruppe verglichen mit der Kontrollgruppe fest“, erläuterte Roman Prymula von der Universität Hradec Kralove (Königgrätz).

Die wichtigsten Erreger sind die beiden Bakterien Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae. Gegen beide Keime gibt es bereits Impfstoffe. Doch während die Haemophilus-influenza-Impfung in Deutschland zum Standardprogramm gehört, sind die bisherigen Streptokokken-Vakzine nach „Lancet“-Angaben gerade bei kleinen Kindern nicht wirkungsvoll genug.

Die tschechischen Forscher vereinigten nun Proteine von elf verschiedenen Streptococcus-pneumoniae-Stämmen mit einem Haemophilus- influenzae-Protein in einem Kombinationsimpfstoff. Unter den damit geimpften Kindern registrierten die Mediziner 333 Mittelohrentzündungen, bei der anderen Hälfte der Studienteilnehmer, der Kontrollgruppe, hingegen 499.

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