Wissenschaft Stammzellen aus der Leber gewonnen

US-Forscher haben erstmals Stammzellen aus der Leber von menschlichen Föten gewonnen. Die Zellen wurden erfolgreich in Tiere implantiert. Sie ersetzten zerstörtes Lebergewebe bei Nagern und behoben damit lebensgefährliche Leberschäden.
Embryonale Stammzellen Quelle: dpa

Embryonale Stammzellen, gesehen durch ein Phasenmikroskop.

(Foto: dpa)

dpa WASHINGTON. US-Forscher haben erstmals Stammzellen aus der Leber von menschlichen Föten gewonnen. Die Zellen wurden erfolgreich in Tiere implantiert. Sie ersetzten zerstörtes Lebergewebe bei Nagern und behoben damit lebensgefährliche Leberschäden.

Das Team um Nelson Fausto von der Universität von Washington in Seattle stellt seine Ergebnisse in der Onlineausgabe der „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Pnas) vom Dienstag vor.

Demnach unterscheiden sich die Zellen aus der menschlichen Leber nicht von anderen Stammzellen. Sie haben die Fähigkeit, sich auch auf Dauer immer wieder zu erneuern. Außerdem können sie so gesteuert werden, dass sie sich in verschiedene Zelltypen wie Fett-, Knochen- und Knorpel- oder auch Gallezellen differenzieren und deren Funktion annehmen können.

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