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Wissenschaft Vorsorgliche Kopfbestrahlung kann Leben bei Lungenkrebs verlängern

Die vorsorgliche Bestrahlung des Kopfes kann das Leben mancher Lungenkrebspatienten verlängern. Nach der Bestrahlung überlebten doppelt so viele Patienten mit einem sehr gefährlichen kleinzelligen Bronchialkarzinom wenigstens ein Jahr wie nach einer Chemotherapie alleine.

dpa BRüSSEL/AMSTERDAM. Die vorsorgliche Bestrahlung des Kopfes kann das Leben mancher Lungenkrebspatienten verlängern. Nach der Bestrahlung überlebten doppelt so viele Patienten mit einem sehr gefährlichen kleinzelligen Bronchialkarzinom wenigstens ein Jahr wie nach einer Chemotherapie alleine.

Das berichtete die europäische Organisation für Krebsforschung (Eort) in Brüssel. Das kleinzellige Bronchialkarzinom macht rund 15 Prozent aller Lungenkrebsfälle aus. Tochtergeschwülste (Metastasen) im Gehirn gehören bei diesen Patienten zu den Haupttodesursachen.

Ben Slotman von der Universität Amsterdam und seine Kollegen wollten wissen, ob auch solche Patienten bereits von einer Bestrahlung des Kopfes profitieren, bei denen noch gar keine Metastasen im Hirn nachgewiesen wurden. Für ihre Studie, die jetzt im „New England Journal of Medicine“ (Bd. 357, S. 664) erschienen ist, teilten die Mediziner 286 Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligen Bronchialkarzinom in zwei gleichgroße Gruppen auf, von denen eine nach den üblichen vier bis sechs Chemotherapiezyklen prophylaktisch am Kopf bestrahlt wurde.

Nach einem Jahr waren 27 Prozent der bestrahlten Patienten noch am Leben, aber nur noch 13 Prozent der unbestrahlten. Die vorsorgliche Bestrahlung habe das Risiko von Hirnmetastasen-Symptomen gesenkt und die Überlebenszeit signifikant verlängert, betonte Slotman. „Da diese Behandlung gut vertragen wird und nicht die Lebensqualität beeinträchtigt, sollte die prophylaktische Schädelbestrahlung künftig allen Patienten mit einem fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinom angeboten werden, deren Krebs auf die Chemotherapie anspricht“, urteilte der Mediziner.

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