Apple iPhone wird zur Daten-Sau

Mit dem neuen iPhone 4 S verbrauchen Nutzer doppelt so viel Datenvolumen wie mit dem Vorgängermodell. Selbst mit „Flatrate“-Verträgen geraten sie schnell in die Datenfalle. Auch den Mobilfunkanbietern droht eine Gefahr.
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Mit dem iPhone 4S verbrauchen Nutzer doppelt so viel Datenvolumen wie mit dem iPhone 4. Quelle: dapd

Mit dem iPhone 4S verbrauchen Nutzer doppelt so viel Datenvolumen wie mit dem iPhone 4.

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San FranciscoSchlechte Nachrichten für Mobilfunkkunden: Nutzer des neuen iPhone 4 S verbrauchen im Schnitt doppelt so viel Datenvolumen wie iPhone 4-Nutzer und dreimal so viel wie die Nutzer eines Phone 3GS. Das hat der britische Online-Dienstleister Arieso in seiner aktuellen Studie zum Datenverkehr in Mobilfunknetzen festgestellt. Kunden mit limitierten Datenverträgen kommen also deutlich schneller an die Grenzen ihres Monatslimits und auch die Kunden von sogenannten „Flatrate“-Verträgen geraten in die Datenfalle. Bei ihnen wird die Datengeschwindigkeit meist nach vier oder fünf Gigabyte Datenverbrauch auf die praktisch unbrauchbare GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt. Unter GPRS ist zum Beispiel der neue Apple-Assistent Siri nicht mehr zu gebrauchen. Daneben steigt die Wahrscheinlichkeit, in Ballungsräumen auf überlastete Mobilfunknetze zu treffen.
Siri, Apples neuer Sprachassistent, könnte nach Erkenntnissen von Arieso höchstwahrscheinlich auch der Auslöser des Datenhungers sein. Alle Kommandos oder Anfragen des beliebten Dienstes werden über das Mobilfunknetz an Apple-Rechner im Web gesendet, dort verarbeitet und das Ergebnis zurückgeschickt. Mit Siri lassen sich SMS verfassen, Termine im Kalender anlegen oder Suchanfragen im Web ausführen. Auf dem iPhone 4 oder älteren Geräten funktioniert Siri dagegen nicht. 

Generell hat die Studie ergeben, dass gerade mal ein Prozent aller Smartphone-Kunden rund 50 Prozent des Datenvolumens verbrauchen. „Die Einführung neuer, immer intelligenterer Geräte in Verbindung mit gestiegenen Ansprüchen der Kunden schafft einen enormen Druck auf die Mobilfunknetze“, so Michael Flanagan, CTO von Arieso. „Kapazitätsengpässe sind weiter eine reale Gefahr.“ Mobilfunkanbieter, die gerade erst neu das iPhone 4S in ihren Netzen eingeführt haben, könnten also bald böse Überraschungen erleben. AT&T, erster Exklusivpartner für Apples iPhones in den USA, hatte lange mit massiven Beschwerden über langsame Datenverbindungen in Ballungsräumen wie New York oder San Francisco zu kämpfen und musst seine Netze mit hohem Aufwand ausbauen. Wenn sich zum Beispiel tausende Apple-Jünger zu Großveranstaltungen des Konzerns in San Francisco treffen, ist heute noch mit Problemen beim Datenempfang in der Stadt zu rechnen.

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17 Kommentare zu "Apple: iPhone wird zur Daten-Sau"

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  • Der Beitrag trifft zwar den richtigen Ton gegenüber dem angebissenen Apfel, wird aber inhaltlich seinem Anspruch (und der Überschrift) nicht gerecht. Hier wird entweder Werbung für den Ausbau der Netze gemacht (mit Hilfe von Arieso...) oder ein Anhänger fühlt sich mit seinem neuesten Spielzeug nicht bestens bedient...

    PS: Shortet Apple!

  • Im Upload Volumen war das "HTC Desire S" ganz vorne.

    WIESO steht das nicht in der Titelzeile?
    Es ist doch klar, dass bewusst aus dem Wort "Apple" ein Artikel geformt wird, der vielfach angeklickt wird.
    So kommt man auch zu Geld.
    @EI_Phone, die Medien verarschen Dich, nur Du hast es noch nicht bemerkt.

  • Natürlich brauchen mehr Services (iCloud, Siri) auch mehr Daten. Und überproportional viele "Heavy User" eines Smartphones werden unter den 4S Kunden sein. Nur FTD kann von solchen Entwicklungen überrascht werden.
    Und welche Datenfalle? Seit Einführung des iPhone sind mobile Datenflats immer günstiger statt teurer geworden. Ein Sturm im Wasserglas.

  • Man muss sich ja auch nicht jeden Mist von Apple kaufen. Wo liegt das Problem?

  • "Ein durchschnittlicher PC
    User 2011 zieht sicher auch mehr Volumen als ein User
    aus dem Jahre 2008 !"

    Da bezweifelt ja auch keiner. Es wird hier in dem Artikel auch ein bisschen auf den Rückstand bei den Mobilfunkanbietern angespielt. Und diese Kritik kann uns Kunden nur nützlich sein. Vor einigen Jahren hatten wir höchstens eine ISDN-Leitung für unseren Internet-PC. Da hatte sich kein Programmierer getraut eine Anwendung anzubieten, die ständig auf das Internet zugreifen muss. Als die Datenleitungen besser wurden, konnten Anwendungen gestartet werden, die früher nie möglich gewesen werden. Nur leider läuft die Entwicklung im Moment genau andersrum. Erst wird dem Kunden ein Produkt mit einer Super-Anwendung verkauft und wie der Kunde mit dem Datenvolumen klarkommt, interessiert den Anwendungsprogramierer nicht. Ab er im Festnetz-Internet lässt sich dieses Problem auch schon feststellen. T-Online verkauft überall das Fernsehen über Internet mit ihrem T-Home Entertainment. Ja und jetzt bricht hin und wieder die DSL-Leitung zusammen, weil auch hier nur an den Verkauf einer zusätzlichen Leistung gedacht wurde ohne die Voraussetzung dafür zu schaffen. Also eigentlich ist dieser Artikel ein Appell an die Mobilfunkanbieter und auch an die Hersteller von Geräten sich auch ein bisschen an das momentan mögliche zu halten.

  • Sehr guter Beitrag. Danke dafür.
    Davon abgesehen, dass der Artikel nur abgeschrieben ist, verstehe ich garnicht warum der Inhalt hier von den Kommentatoren so angezweifelt wird. Klingt für mich logisch. Neue Dienste fordern nunmal Datenvolumen. Sobald jemand eine Feststellung zu einem Apple-Produkt macht, die eventuell etwas negatives an den Geräten vermuten lässt, gehen sofort ein paar Apple-Fans in Verteidigungsposition. Kein Wunder, dass man über sogenannte "Apple-Jünger" spricht. Apple-Kunden reden so, als hätte ihnen Steve Jobs das Gerät geschenkt und ihnen noch 500 Dollar dazugeschenkt. Nein euer Steve hat euch verarscht. Hier habt es nur nicht kapiert.

  • Man muß sich heutzutage immer fragen, wer erstellt die Studie, in wessen Nähe ist die Gesellschaft, die die Studie erstellt und wer bezahlt die Studie
    ich bin aus der Branche, diese Gesellschaft ist mir aber noch nie nennenswert untergekommen, unabhängig davon: könnte doch sein, daß die Studie von Firmen bezahlt wird, die die netze ausbauen wollen
    schon Honnecker... sagten: traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast

  • Eine schwierige Studie.
    Was ist denn verglichen worden?
    3 verschiedene Geräte, aber in welcher IOS Version?
    Alle 3 Typen können das gleiche System nutzen 5.01.
    Oder sind hier auch unterschiedliche Versionen verglichen
    worden? Was mich stutzig macht ist die Aussage das
    Iphone 4 Nutzer 1,6x mehr Daten wie 3GS User ziehen.
    Warum? Welche HW Änderung am iphone 4 soll denn dafür
    verantwortlich sein?!

    Ich denke der (möglicherweise) steigende Datenverbrauch
    hat mehr natürliche Ursachen. Ein durchschnittlicher PC
    User 2011 zieht sicher auch mehr Volumen als ein User
    aus dem Jahre 2008 !

  • Keine Frage - der Autor ist entweder selbst reingelegt worden oder hilft bei der Desinformationskampagne eines Konkurrenten, der noch keine solche Technik verwendet.

  • Natürlich liegt das an Siri. Eine Siri-Anfrage wird als Datei an den Appleserver geschickt und erst dort analysiert. Das ist einfach anders nicht machbar.
    So eine Aufgabe lässt sich technisch im Gerät selbst gar nicht realisieren. Daher das hohe Aufkommen, was aber nicht ein 4s zur Datensau macht. Das neue iPhone verhält sich ansonsten genau wie jedes andere Smartphone.
    Es wird auch nicht zur Datensau, nur weil jemand ständig Interntradio hört.
    Sie sollten lieber technisch fachkundige Artikel schreiben, als so einen Müll. Man soll sich an Community-Richtlinien halten, aber es sollten auch Autoren faire
    und objektive Artikel liefern.

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