Apple Watch Series 4 Start der EKG-Funktion der Apple Watch in Deutschland noch unklar

Seiner neuen Smart Watch bescheinigt Apple „revolutionäre Gesundheitsfunktionen“. Doch die sind größtenteils erst einmal nur ein Versprechen.
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Apple Watch taugt noch kaum zum Gesundheitshüter
Apple Watch 4

Apple preist seine neue Smart Watch als ultimativen Gesundheitsbegleiter an. (Foto: dpa)

BerlinAls „intelligenten Hüter der Gesundheit“ preist Apple seine am Mittwoch vorgestellte neue Apple Watch Series 4. Der Werbespruch zielt vor allem auf den eingebauten Herzfrequenzsensor ab, der es Nutzern ermöglichen soll, eigenständig ein Elektrokardiogramm (EKG) zu erzeugen. Doch genau diese Technik sorgt dafür, dass es für deutsche Nutzer noch ein Weilchen dauern dürfte, bis die ab 21. September erhältliche Uhr zu dem „ultimativen Gesundheitsbegleiter“ wird, den die Apple-Werbung verspricht.

Tatsächlich hat Apple für seine EKG-Funktion, die ihre Daten über Sensoren in der „Digital Crown“ sowie an der Unterseite der Uhr sammelt, bislang lediglich eine Zulassung der US-Aufsichtsbehörde FDA. Die ist nötig, weil die Uhr durch die neue Funktion zu einem medizinischen Gerät wird. Doch trotz der Zulassung wird Apple seine Watch auch in den USA zunächst ohne die Gesundheitsfunktion auf den Markt bringen. Erst zum Jahresende soll die EKG-App in den USA dann freigeschaltet werden.

Über die Gründe für diese Verzögerung hüllt sich Apple in Schweigen. Auch darüber, ob und wann die Funktion in Deutschland oder anderen Ländern verfügbar sein wird, gab das Unternehmen auf Anfrage des Handelsblatts keine Auskunft.

Grundsätzlich gilt: Eine Zulassung durch die FDA hat nur in den USA Gültigkeit und bedeutet nicht zwangsläufig, dass Gesundheitsbehörden anderer Länder zum gleichen Ergebnis kommen. Durchaus möglich also, dass die EKG-Funktion in einigen Ländern zugelassen wird, in anderen nicht.

Zum digitalen Gesundheitshüter will Apple auch sein Betriebssystem watchOS 5 ausbauen – es soll Herzrhythmen periodisch im Hintergrund analysieren und bei Gefahr Alarm schlagen. Etwa dann, wenn Anzeichen für ein Vorhofflimmern erkennbar sind, eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen und Risikofaktor für Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinsuffizienz. Doch auch diese Funktion wird Apple zunächst nur in den USA anbieten und auch das nicht zum Marktstart der neuen Watch, sondern irgendwann im weiteren Lauf des Jahres.

Keine Einschränkungen macht Apple dagegen bei der dritten wichtigen „Hüterfunktion“: Durch einen eingebauten Gyrosensor sowie einen Beschleunigungssensor soll die neue Apple Watch in der Lage sein, einen Sturz ihres Trägers zu erkennen.

Der kann dann eine entsprechende Meldung im Display der Uhr entweder verneinen oder bestätigen – im letzteren Fall wird automatisch eine Verbindung zu einem Rettungsdienst hergestellt. Verzeichnen die Sensoren 60 Sekunden lang keine Bewegung nach der Display-Meldung, wird automatisch ein Notruf ausgesendet.

Neue Apple Watch: Diese Uhr hat ein EKG und wählt selbstständig den Notruf

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