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Apples Tablet Warum das iPad der Konkurrenz keine Chance lässt

Tablets knabbern heftig am PC-Markt – doch davon profitiert bisher nur einer: Apple. Warum die Konkurrenz den Wunder-Konzern bislang nicht schlagen konnte - doch für die Zukunft Hoffnung besteht.
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Ein iPad 2 in einem der New Yorker Apple Stores. Das Tablet von Apple beherrscht einen Markt, der immer größer wird. Quelle: Reuters

Ein iPad 2 in einem der New Yorker Apple Stores. Das Tablet von Apple beherrscht einen Markt, der immer größer wird.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Apple verdient inzwischen nicht nur mit dem iPhone mehr als mit dem klassischen Computergeschäft. Im jüngst abgeschlossenen Quartal überflügelten erstmals auch die Umsätze der iPads die des Umsatzes mit Macintosh-Rechnern.

Doch während die iPhone-Konkurrenz mit Googles freiem Android-System blüht und gedeiht, sieht es auf dem Tablet-Markt für die Konkurrenz düster aus. Tablet-PCs mit Android-Systemen liegen wie Blei in den Regalen, Tablets mit Windows spielen derzeit überhaupt keine Rolle. Einen Tablet-Markt gibt es im Grunde nicht: das iPad dominiert die Tablet-Verkäufe. Schätzungen des Marktanteils reichen von 75 bis über 90 Prozent. „Unsere Kunden fragen nicht nach Tablets, sie fragen nach dem iPad“, sagt Caronlina Milansi, Analystin des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner

Das liegt auch an Versäumnissen von Google. Während der Suchmaschinenriese mit Android schnell auf Basis des freien Betriebssystem-Kerns Linux ein Smartphone-System auf die Beine stellte, das Apples iOS gewachsen war, ließen die Anpassungen für Tablets auf sich warten. Erst Googles Android-Version 3.0 alias Honeycomb wurde auf die Tablet-Geräte optimiert, im Februar dieses Jahres kam mit dem Motorola Zoom das erste Tablet mit Honeycomb auf den Markt.

Dabei herrscht an Konkurrenten kein Mangel. „Von der Hardware her gibt es durchaus Produkte, die mit dem iPad konkurrieren können“, so Milansi. Als Beispiele nennt sie das Samsung Galaxy Tab 10.1 oder das Touchpad von HP. Das Problem sieht sie eher bei der Software: „Googles Tablet-System Honeycomb ist noch nicht so intuitiv wie das Android-System für Smartphones“.

Woran es ebenfalls immer noch mangelt ist das passende Ökosystem - also die Apps, die die Tablets erst wertvoll machen. Zwar laufen auch die für Android-Smartphones gedachten Mini-Programme auf den Tablets, doch für das iPad gibt es bereits Hunderte speziell auf die Größe des Tablets angepasste Applikationen. „Es gibt immer noch wenig Inhalte für die Android-Tablets“, so Milansi. „Aus der Konsumentensicht ist es schwierig, das Geld für ein Gerät zu rechtfertigen, wenn dieses Gerät nichts kann, was man nicht auch mit PC oder Smartphone tun könnte“.

Henne-Ei-Problem bei Tablet-Apps
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3 Kommentare zu "Apples Tablet: Warum das iPad der Konkurrenz keine Chance lässt"

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  • Die Grundlage für Apples Erfolg lässt sich recht gut in dem Buch von Gary Hamel: Das revolutionäre Unternehmen nachlesen. In diesem Buch wird Apple zwar noch negativ betrachtet, die strategische Blaupause scheint aber diesem Buch entnommen. In aller Kürze: es kommt nicht nur auf das Produkt an, sondern auf ein Geschäftsmodell, in dem jedes Element ein anderes verstärkt, bei gleichzeitiger Integration von Kunden und Lieferanten. Dies ist Apple gelungen.

  • Absoluter Blödsinn. An der Tatsache, dass die Heinis aus Cupertino heulend nach Düsseldorf rennen und mit gefälschten Bildern das Galaxy Tab versuchen zu verbieten, sieht man die Angst vor dem besseren und vor allem offenen Tablet. Andere Presse sieht das komplett anders. Bereits in zwei Jahren sollen Honeycomb Tablets den Ipad-Knast übertreffen. Schon wegen Flash würde ich nie von meinem GT-7500 weggehen. Bleibt die Frage, ob der Redakteur versucht zu rechtfertigen, dass er eine solche Selbsbewußtseinsprothese braucht, oder ob Apple diesen Unsinn gesponort hat.

  • Der eigentliche Erfolg von Apple liegt an dem in Ihrem Kasten beschriebenen Punkt: "Es funktioniert einfach". Nur PowerUser und Freaks wollen irgendetwas installieren oder andere Freiheiten haben. Der normale Anwender - egal ob privat oder beruflich - will nur, daß es funktioniert und sonst NICHTS.

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