Beamer im Test Gute Beamer gibt es schon ab 400 Euro

Rechtzeitig zur Fußball-WM hat die Stiftung Warentest Beamer getestet. Ergebnis: Die Unterschiede zwischen teuren und preisgünstigeren Geräten sind gar nicht so groß.
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Großes Kino für Fußballfans: Auch wenn Beamer große Leuchten sind, reicht es draußen in aller Regel nur für Abendspiele. Quelle: dpa
Beamer im Test

Großes Kino für Fußballfans: Auch wenn Beamer große Leuchten sind, reicht es draußen in aller Regel nur für Abendspiele.

(Foto: dpa)

Welcher Fußballfan träumt für die Spiele der Fußball-WM (14. Juni bis 15. Juli) nicht von einer riesigen Bilddiagonale? Dieser Wunsch muss kein Traum bleiben. Denn gute Beamer gibt es schon für um die 400 Euro.

Die Projektoren sind inzwischen so weit entwickelt, dass in einem Vergleich der Stiftung Warentest 10 von 15 Beamern die Note „gut” erhielten („test”-Ausgabe 6/18). Dabei muss es kein Gerät mit UHD-Auflösung sein: Zwar mache sich die höhere Pixeldichte im Sehtest bemerkbar, unterm Strich seien die Unterschiede zu den viel günstigeren Full-HD-Beamern aber recht gering, so die Warentester.

Wunder vollbringen aber auch die besten Beamer nicht: Selbst die hellsten Geräte im Test können bei Tageslicht kein kontrastreiches Bild auf die Leinwand bringen. Auch Laser-Beamer als die leuchtstärksten Geräten im Test liefern nicht genug Helligkeit für ein Nachmittagsspiel bei Sonnenschein.

Gadget mit eingeschränktem Spaßfaktor
Ein Tablet im Beamer
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Während andere Hersteller sich bislang bemühten, einen Mini-Beamer in ein Tablet oder ein Smartphone zu integrieren oder daran anzudocken, kommt Sony aus der anderen Richtung anmarschiert: Mit dem Xperia Touch steckt der Hersteller ein Tablet in einen kleinen Beamer.

Überschaubare Ausstattung
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Viel ist nicht drin im Karton. Das Xperia Touch kommt mit Informationsblättchen und Ladekabel. Der Beamer selber liegt größentechnisch im Bereich einer Lunchbox und wiegt dabei ein knappes Kilo. Das Ladekabel misst einen Meter.

Ordentlich aufgereiht
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Die Bedienelemente sind übersichtlich auf einer schmalen Seite an der Oberfläche aufgereiht. Mit berührungssensitiven Feldern schaltet man das Gerät ein und aus und regelt die Lautstärke. 

Nur das Wichtigste
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Mit den Anschlüssen war Sony beim Xperia Touch recht sparsam. Neben dem Micro-HDMI-Anschluss ist nur eine USB-C-Schnittstelle vorhanden, die aber in der Regel mit dem Netzteil belegt sein dürfte. Den internen 32-GB-Speicher kann man bei Bedarf mit einer microSD-Karte erweitern.

Schnell am Start
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Einmal angeworfen geht alles ganz fix. Das Einrichten des Google Kontos, die Anmeldung im WLAN und die Installation der lebenswichtigsten Apps dauerte im Test nur ein paar Minuten. 

Wie ein virtuelles Tablet
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Bedienen lässt sich das Xperia Touch sodann wie jedes andere Android-Gerät auch - schließlich ist ja dieselbe Software integriert. Alles lässt sich auf dem Screen nach Wunsch anordnen und sortieren. 

Nichts für lange Texte...
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Die Touch-Erkennung auf der Tastatur funktioniert erstaunlich gut. Für das gewohnte 10-Finger-System liegen die projizierten Tasten allerdings etwas zu weit auseinander. Romane schreiben sollte man also besser mit einem anderen Gerät. 

Die Problematik liegt unter anderem darin begründet, dass Leinwände jedes Licht reflektieren. Während ein Fernseher, um Schwarz darzustellen, einzelne Pixel ganz abschalten kann, wirft die Leinwand auch dann Licht zurück, wenn sie Schwarz wiedergeben soll. Fußballfans nervt das besonders dann, wenn Rasen im Schatten ist oder man die Farbe dunkler Trikots kaum erkennen kann.

Weil gerade bei schönem Wetter niemand gerne mit dem Beamer in einen abgedunkelten Raum umziehen möchte, empfiehlt sich als Backup-Lösung zum Fußballgucken am Nachmittag ein Fernseher, den man herausstellen kann. Dann gibt es zwar nicht mehr die enorme Bilddiagonale vom Beamer, aber immerhin genug Leuchtkraft für draußen und einen guten Kontrast.

Am besten (Note 2,2) schnitten im Test der Epson EH-TW5400 (735 Euro) und der Eispon EH-TW5650 (920 Euro) ab, gefolgt vom 790 Euro teuren Acer P5530 (Note 2,3). Kaum schlechter (Note 2,4) sind der Viewsonic PJD7720HD (430 Euro), der Epson EB-U05 (615 Euro) und der Benq W1700 (1480 Euro).

Ohne Zubehör läuft bei einem Beamer aber nichts: Wer keine Leinwand hat oder kaufen möchte, braucht zumindest eine glatte weiße Wand als Projektionsfläche. Und ohne angeschlossene Bildquelle wie einen DVB-T2-HD- Sat-, oder Satelliten-Receiver gibt es auch kein Fußballspiel.

Für guten - oder im Freien auch ausreichend lauten - Ton sollte eine Anlage angeschlossen werden. Die übertönt dann im Zweifel auch die teils nervigen Lüftergeräusche der Beamer.

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