Biometrie-Sicherung im Alltag Augen auf und Daumen drauf

Der Fingerabdruck entsperrt das Telefon, die Gesichtserkennung schaltet den Bildschirm frei: Biometrische Authentifizierung, vor einigen Jahren noch Science-Fiction, ist heute Alltag. Doch wie sicher sind die Verfahren?
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Schau mir tief in die Augen: Beim Iris-Scan wird das Muster der Netzhaut als Identifikationsmerkmal genutzt. Windows 10 unterstützt diese Sicherungsfunktion mit Hilfe spezieller Kameras. Quelle: dpa
Iris-Scan

Schau mir tief in die Augen: Beim Iris-Scan wird das Muster der Netzhaut als Identifikationsmerkmal genutzt. Windows 10 unterstützt diese Sicherungsfunktion mit Hilfe spezieller Kameras.

(Foto: dpa)

Bei den meisten teureren Smartphones ist der Fingerabdruckscanner bereits Standard, immer mehr Notebooks kommen hinzu. Doch was gibt es für Verfahren, wozu sind sie gut und welche Risiken gibt es?

Das bekannteste und am meisten verbreitete Verfahren ist der Fingerabdruck. Spätestens seit der Einführung des elektronischen Reisepasses wird jeder irgendwann damit konfrontiert sein, seine Fingerabdrücke zu scannen. Für Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bringt das einen einfachen Vorteil: „Es ist ein bequemes Verfahren. Seinen Fingerabdruck kann man nicht vergessen oder verlieren wie ein Passwort oder eine PIN-Nummer.”

Im Alltag spielt der Fingerabdruck aber besonders beim Smartphone eine große Rolle. Seit dem iPhone 5s verbaut Apple in seinen Smartphones einen Fingerabdruckscanner. Das Verfahren heißt bei Apple „Touch ID” und dient vorrangig einem Zweck: Das Telefon einfach ohne PIN und Wischgeste entsperren.

Die dümmsten Passwörter der Welt
Hacker
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Obwohl Daten- und Identitätsdiebstähle ständig Schlagzeilen machen, benutzen viele Internetnutzer weiterhin unsichere Passwörter. Das beliebteste Passwort der Welt sei nach wie vor „123456“, teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) am Dienstag auf Grundlage einer Analyse gestohlener Datensätze mit. Die HPI-Forscher stützten ihre Angaben auf die Analyse von mehr als 215 Millionen geraubten Identitätsdaten, die sie seit 2011 im Netz entdeckt hatten. Allein in diesem Jahr untersuchten sie nach eigenen Angaben fast 35 Millionen Datensätze, die von Cyberkriminellen in speziellen Internetforen veröffentlicht wurden. Diese Daten stammten demnach aus 15 verschiedenen Quellen, darunter einem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison.

Jahreswechsel
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Simple Zahlenfolgen

Unter den mehr als 3,3 Millionen Passwörtern, die 2014 geknackt wurden, sind simple Zahlenreihen besonders häufig vertreten. Auf dem ersten Platz landet "123456". Auch wenn die Länge variiert wird, hilft das nicht: Auf dem dritten und vierten Platz finden sich "12345" und "12345678". "123456789" landet auf Rang sechs, gefolgt von "1234" auf Platz sieben. Auf Rang elf liegt "1234567".

Datenquelle: SplashData, Liste von "Time" veröffentlicht

Cyberkriminalität
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Passwort: "Password"

Wer sich für ganz schlau hält und einfach "password" als Zugangscode verwendet sei hiermit gewarnt: Die vermeintlich simple und sichere Lösung liegt auf Rang zwei der meistgeknackten Passwörter.

Nicht gerade kreativ
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Fantasiewörter

Sie denken sich, kein Mensch weiß was "qwerty" ist? Falsch gedacht. Die Buchstabenfolge, die auf einer amerikanischen Tastatur nebeneinander liegt, landet auf Platz fünf. Auf deutschen Tastaturen wäre es übrigens "qwertz".

Mark Reynolds
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Das sportliche Passwort

Sport-Fans müssen sich etwas besseres einfallen lassen, als nur den Namen ihrer Lieblingssportart: Auf Platz acht der meistgeknackten Passwörter landet "baseball".

Fabelwesen
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Mystische Gestalten

Auch Drachen-Fans gibt es einfach zu viele. Das Passwort "dragon" ist jedenfalls alles andere als originell. Es findet sich auf Rang neun.

Super Bowl Football
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Sport, die zweite

Anhänger des Football sind auch nicht besser dran als Baseball-Freunde: Das Passwort "football" findet sich auf Rang zehn der gehackten Zugangsdaten.

Das ist für Andreas Braun vom Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung (IDG) auch die wichtigste Funktion der biometrischen Verfahren: „60 bis 70 Prozent der Smartphone-Nutzer verwenden gar keine Sperren, weil ihnen eine PIN-Eingabe zu lange dauert. Mit dem Fingerabdruck geht es aber sehr schnell”, sagt er. Der Nutzer bemerkt den Anmeldevorgang gar nicht.

Fast alle Premiumgeräte haben mittlerweile einen Fingerabdrucksensor an Bord. Bei Samsung ist er ab dem Galaxy S5 dabei, Google hat ihn ab dem Nexus 5x, das Sony Xperia Z5 hat einen, und auch das LG G5 kann damit dienen. Auch viele Notebooks bringen bereits Fingerscanner mit.

LG hat 2014 beim G3 eine andere Alternative zu PIN oder Wischgesten eingeführt: Mit dem Knock Code kann man in einem beliebigen Rhythmus auf das Display klopfen. Die Geste zum Entsperren wird dadurch sehr persönlich und schnell.

Microsoft setzt auf ein anderes biometrisches Verfahren, das an James Bond-Filme erinnert: den Iris- und Gesichts-Scan. Windows Hello heißt das ab der Windows-Version 10. Es funktioniert über Fingerabdrücke, besonders ist aber der Iris- und Gesichtsscan. Für den ist allerdings eine spezielle Kamera nötig.

„Die Kamera muss in der Lage sein, ein reales Gesicht von einem Foto zu unterscheiden. Tiefenwahrnehmung oder Infrarotlicht kann dafür genutzt werden. Genauso sind kleine Bewegungen im Gesicht wichtig”, erklärt Andreas Braun. Im Lumia 950 ist eine solche Infrarot-Kamera verbaut, und auch die neuesten Surface-Tablets setzen auf „Windows Hello”.

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  • Der Fingerabdruck entsperrt das Telefon, die Gesichtserkennung schaltet den Bildschirm frei: Biometrische Authentifizierung, vor einigen Jahren noch Science-Fiction, ist heute Alltag. Doch wie sicher sind die Verfahren?

    ....SICHER !

    Bis eine Drohne vom eigenen Staat gegen Dich damit los geschickt wird !

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