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Desktop imt integriertem Bluetooth-Hub Logitechs Medienzentrale

Nobel, elegant und vielseitig sind die Eigenschaften, die das neue Bluetooth Desktop von Logitech trefflich charakterisieren. Aber reicht das aus, um heute noch satte 300 Euro für eine Tastatur mit Maus verlangen zu können? Ja und Nein!
Logitech diNovo Media Desktop

Logitech diNovo Media Desktop

HB DÜSSELDORF. Die Antwort dürfte ja lauten, wenn man - wie die meisten unter uns - noch einen leistungsfähigen PC ohne Bluetooth-Adapter hat, eine Handy, und - wie so manche unter uns - keine Lust, schon wieder einen neuen Rechner zu kaufen. Denn der eigentliche Clou des diNovo Media Desktops ist ein in der Ladestation der Maus eingebauter Bluetooth-Hub. Bluetooth ist eine universelle drahtlose Schnittstelle und dient als Brücke zwischen PC und diversen Handys, PDAs, Druckern oder Headsets. Gerade Besitzer Bluetooth-fähiger Handys dürften diesen Komfort schnell schätzen lernen. Die diNovo erspart den Kauf eines zusätzlichen Bluetooth-Hub oder eines Datenkabels für das Handy.

Nein lautet wohl die Antwort, wenn man schon einen funktionierenden Bluetooth-Hub in seinem Rechner hat. Das betrifft zumeist Besitzer neuerer Laptops. Sie kaufen ein gut aussehendes Desktop für viel Geld. Tastatur und Maus funktionieren, aber die erweiterte Bluetooth-Funktionalität des Logitech-Produkts ist nicht verfügbar.

Am Design des Platin-grauen diNovo fällt zuerst der abgetrennte Ziffernblock auf. Die gesamte Tastatur wirkt dadurch zierlicher, außerdem konnte der triste Zahlenkasten so zu einer Fernbedienung aufgemotzt werden. Sie steuert die mitgelieferte Mediacenter Software (die stark an die neuen Media Center PC erinnert), mit der man Musik, Videos oder Bildergalerien starten kann. Und das funktioniert selbst dann, wenn man es sich fernab vom Monitor zur Aktenlektüre auf dem Sofa bequem gemacht hat. Auf einem integrierten Display kann man sich zudem E Mails (nur mit Outlook Express oder Lotus Notes), eingehende Instant Messages (leider nur bei Verwendung des Microsoft MSN Messenger, nicht bei AOL Instant Messenger) oder den Titel des gerade gespielten Musikstücks anzeigen lassen.

Will man eine Antwort auf die Mails verfassen, muss man sich allerdings doch aufraffen und an die angenehm flache Tastatur setzen. Sie wirkt schlicht und aufgeräumt und trotz Kunststoff-Haube angenehm wertig. Ein krasser Gegensatz zu den üblichen Logitech-Keyboards mit ihren opulent runden Formen und teilweise überladenen Designelementen. Die spärlichen Sondertasten für E Mail, Mediaplayer-Aufruf oder Lautstärkeregelung sind dezent eingepasst und funktionell. Der Druckpunkt der Tasten - mit Microschaltern statt billiger Folie - war beim Testexemplar angenehm fest und präzise.

Die Maus ist eine alte Bekannte, die MX 900 Bluetooth Optical Mouse. Eine Akkumaus mit Ladestation, die leider ein eigenes Netzteil zu der sowieso schon nicht gerade kleinen Sammlung unter dem Schreibtisch beisteuert. Das Kabel, das oben gespart wird, kommt unten wieder dazu. Nun gut. Wer auf die Media-Eigenschaften des Desktops verzichten kann, kann sich die MX 900 mit Bluetooth-Hub auch getrennt kaufen.

In der Praxis erwies sich der Anschluss des Desktops als unproblematisch, aber nicht unbedingt trivial. Die Einrichtung ist zudem oft auch langwierig. Wichtig ist, dass der USB-Anschluss reibungslos funktioniert. Wer in der Vergangenheit ernstere Probleme mit anderen USB-Geräten hatte, sollte sich von seinem Händler einen möglichen Umtausch der teueren Tastatur zusichern lassen.

Sehr positiv: Die Logitech-Bluetooth-Tastatur funktioniert jetzt bereits vor dem Start des Betriebssystems. Das war früher nicht immer der Fall. Da musste immer eine "Reserve-Tastatur" mit PS2-Anschluss im Schrank liegen, um auch mal das Bios beim Systemstart aufrufen zu können.

Wichtig auch: Will man alle Fähigkeiten des Logitech-Bluetooth-Hubs nutzen, darf kein anderer Bluetooth-Stack (Software) installiert sein. Nur dann kann auch die dazugehörige Handy-Synchronisierungssoftware genutzt werden.

Nach der Softwareinstallation müssen Tastatur, Mediapad und Maus in einer festgelegten Prozedur angemeldet werden. Dabei wird auch die Funkverbindung abgesichert. Dann kann niemand mehr die Kommunikation zwischen Tastatur und PC "belauschen". Auf einem älteren Testrechner mit Athlon-Board und Windows-XP-Home als Betriebssystem funktionierte die Installation einwandfrei, ebenso die Kontaktaufnahme mit einem Bluetooth-Handy von Nokia - dem Spielehandy N-Gage. Über die mitgelieferte Windows-Software Mobile Phone Suite für Bluetooth kann man dann auf dem Handy eingegangene SMS-Nachrichten auf dem PC lesen und beantworten.

Leider kann man sich aber nicht darauf verlassen, dass jedes Bluetooth-Gerät auch anschließbar ist. Das ist allerdings nicht Logitech vorzuwerfen, sondern einem unerfreulichen Durcheinander bei den Bluetooth-Spezifikationen. Eine Liste geprüfter Geräte hält Logitech unter www.logitech.com/bluetooth/howto parat.

Fazit: Endlich mal eine sinnvolle Neuerung im Desktop-Bereich. Das diNovo ist gut anzuschauen und ermöglicht auch etwas betagteren Rechnern den Anschluss an die mobile Bluetooth-Welt. Für deutlich weniger (rund 110 Euro) kann man das aber auch mit der Maus MX 900 alleine haben.

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