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Erstes Modell Handy-Display zum Ausrollen

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Bemerkenswert ist der extrem geringe Stromverbrauch im Vergleich zu starren Displays. Monitore mit Flüssigkristallen benötigen noch eine Energie schluckende Hintergrundbeleuchtung, das E-Paper-Polymer stellt dagegen den jeweils letzten Text ohne weitere Stromzufuhr dar. Erst für einen Wechsel der Anzeige müssen die Transistoren unter Spannung gesetzt werden, um die einzelnen Bildpunkte neu auszurichten. Durch die geringe Stromaufnahme des Displays soll das Cellular Book mit einer Akkuladung bis zu zehn Tage einsatzbereit sein.

Den weltweiten Vertrieb des neuen Handys übernimmt Polymer Vision selbst. Die Philips-Tochter baut zurzeit zusammen mit dem britischen Unternehmen Innos in Southampton die erste Fabrik weltweit auf, in der pro Jahr 100 000 der flexiblen Display-Module hergestellt werden sollen. Potenzielle Kunden, seien neben Mobilfunkbetreibern und Handyherstellern auch Zeitungsverleger, berichtet Polymer Vision.

Nach etwa zehn Jahren Forschung und zahlreichen Prototypen erwarten die Partner einen großen Markt für ihre zusammengerollt gerade mal einen Finger dicken Bildschirme. „Rollbare Displays sind die Zukunft für mobile Geräte“, sagt Alec Reader von Innos. Die ersten Module, die ab der zweiten Jahreshälfte produziert werden sollen, werden Texte und Bilder in 16 Graustufen darstellen können. Die Auflösung erreicht dabei 320 auf 240 Bildpunkte.

Ob ein Graustufen-Display ohne Videotauglichkeit die Kunden überzeugen wird, bleibt abzuwarten. „Zu Beginn wird der Preis des E-Papers über dem eines LCD-Displays liegen“, sagt van der Zijden. Doch mit einer Massenproduktion von einer Millionen werde der Preis in der gleichen Größenordnung der etablierten Flachbildschirme liegen. Sollte die Nachfrage über 100 000 Module pro Jahr steigen, sind Innos und Polymer Vision vorbereitet. „Die Fabrik in Southampton lässt sich ausbauen“, so van der Zijden.

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