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Funkende Handys stellen keine Gefahr dar Über den Wolken telefonieren

Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, muss bislang noch auf das Telefonieren mit seinem Handy verzichten. Doch das könnte sich bald ändern. Die Bundesregierung erwägt, mobile Telefonate in Flugzeugen mit Sendestationen zu erlauben. Experten sehen einen lukrativen Markt. Entsprechend aufgeschlossen stehen die vier deutschen Mobilfunkbetreiber der Entwicklung gegenüber.

vwd DÜSSELDORF. Technisch steht dem Telefonieren über den Wolken offenbar nichts im Wege. Nachdem elektronische Geräte ohne Sendemöglichkeit wie Laptops oder CD-Player bereits auf Flügen genutzt werden dürfen, ist die Fachwelt nun zu der Erkenntnis gelangt, dass auch funkende Handys keine Gefahr darstellen. „Versuche mit sehr hohen Feldstärken haben ergeben, dass es in neueren Flugzeugen keine Beeinflussung der Bordelektronik gibt“, sagt Manfred Breul vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien – Bitkom.

Die Maschinen müssen nur mit kleinen Basisstationen ausgerüstet werden. Diese funken Satelliten an, welche die Telefonate dann zur Erde weiterleiten. Eine solche Mobilfunkanlage, die über WLan außerdem die Nutzung von tragbaren Computern erlaubt, hat vor kurzem Siemens unter anderem zusammen mit Airbus hergestellt. Der Flugzeugbauer will nach Auskunft des Münchener Konzerns seine Maschinen ab nächstem Jahr damit bestücken. Ein erster Test in der Luft sei erfolgreich verlaufen.

Die Lufthansa, die schon seit über einem Jahr auf Langstreckenflügen via WLan und Satellit Verbindungen ins Internet ermöglicht, verhält sich gleichwohl abwartend. Man beobachte die Entwicklung, sagt ein Sprecher. Bei Bedarf könnten die Flugzeuge aber relativ einfach und schnell mit der Technik ausgestattet werden.

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