Galaxy Gear Samsung ärgert mit neuer Smartwatch Google

Neue Generation, neues Glück: Samsung hat zwei Nachfolger für seine Smartwatch Galaxy Gear angekündigt. Sie sollen sich auch als Fitness-Coach eignen – und dürften bei Google für Stirnrunzeln sorgen.
Update: 23.02.2014 - 16:56 Uhr Kommentieren
Samsung Galaxy Gear 2: Die neue Smartwatch ist mit dem Betriebssystem Tizen ausgestattet. Das dürfte Google ärgern. Quelle: ap

Samsung Galaxy Gear 2: Die neue Smartwatch ist mit dem Betriebssystem Tizen ausgestattet. Das dürfte Google ärgern.

(Foto: ap)

BarcelonaSamsung sagt von sich von Google los – zumindest ein kleines bisschen: Der Elektronikriese rüstet die neue Generation seiner Computeruhr Galaxy Gear mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen aus. Die Modelle Gear 2 und Gear 2 Neo kommen im April zu noch ungenannten Preisen auf den Markt, wie das Unternehmen am Sonntag im Vorfeld der Mobilfunkmesse Mobile World Congress ankündigte. Die erste Generation der Smartwatch lief noch auf Android, auch auf den meisten Smartphones des Konzerns ist das unter der Führung von Google entwickelte System installiert.

Wie der im Herbst eingeführte erste Generation informieren die Modelle Gear 2 und Gear 2 Neo, wenn Nachrichten oder Anrufe auf dem Smartphone eingehen – sie sollen mit mehreren dutzende Samsung-Geräten kompatibel sein. Die Computeruhren sind außerdem mit einem Pulsmesser und GPS ausgerüstet, so dass sie sich für Fitness-Anwendungen eignen.

Der Hersteller hat die Hardware aufgerüstet und verbaut einen Chip mit zwei Rechenkernen und einem Gigahertz Taktfrequenz. Der Akku soll bei typischer Nutzung drei Tage halten. Im Vergleich zum ersten Modell, das schlechte Kritiken bekommen hatte, gebe es „signifikante Verbesserungen“, betonte der Konzern.

Sprich mit der Hand!
A Samsung Galaxy Gear smartwatch is pictured after its launch during an event at the IFA consumer electronics fair in Berlin
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Ganz schön wuchtig: Die Smartwatch ist nichts für zierliche Handgelenke.

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Hier ist das Vögelchen: Das Mikrofon befindet sich, mehr oder minder dezent, direkt am Handgelenk. Wer in der Öffentlichkeit so spricht, zieht Blicke auf sich.

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Knopfauge, sei wachsam: Diese leidlich unauffällige Linse bannt Schnappschüsse in 1,9 Megabyte Auflösung – am Handgelenk leider meist aus unmöglichem Winkel. Per Bluetooth werden die Aufnahmen aufs angeschlossene Smartphone übertragen.

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Der Omni-Button dient als An-Aus-Taste sowie als Rückkehroption zum Startbildschirm. Auch Outdoor-Modus und Klingeltonlautstärke werden darüber gesteuert. Interessant sind die Reaktionen im Umfeld, wenn die Armbanduhr einen Klingelton absetzt.

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Nicht hässlich, aber auch kein Maßstab in Sachen Eleganz: Die Galaxy Gear besitzt mehr den rustikalen Charme der 1980er-Jahre denn Sexappeal. Zur Geschäfts- und Abendgarderobe nicht das verlockendste Accessoire.

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Per Smartwatch die Medienwiedergabe des Mobiltelefons steuern: Klingt spaßig, ist aber weitgehend sinnbefreit. Die Möglichkeit, über eine App das heimische Mediennetzwerk zu steuern, gibt es (noch) nicht.

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Läuft und läuft und läuft? Unter Last hält die Gear Smartphone-übliche ein bis anderthalb Tage durch. Gerade die permanente Bluetooth-Verbindung zehrt an den Akkus beider Geräte. Dafür ist die Ausdauer durchaus passabel.

Ein Nachteil von Tizen besteht im geringen Angebot an Zusatzprogrammen. In dem noch kleinen Segment der Smartwatches hat Samsung am ehesten eine Chance, auf die Entwicklung attraktiver Apps hinzuwirken. Für die neuen Uhren haben zum Start unter anderem der Autohersteller BMW, der Nachrichtensender CNN, der Navi-Spezialist Garmin und der Kurzmitteilungs-Dienst Line Anwendungen geschrieben.

Mit den neuen Smartwatch-Modellen verschafft der Hersteller Tizen einen ersten prominenten Auftritt. Es ist ebenso wie Android ein offenes Betriebssystem, das Samsung und der Chiphersteller Intel federführend entwickeln. Die Einführung erster Geräte hat sich immer wieder verzögert, bislang gibt es nur einige Kameras mit dem Betriebssystem.

Eine grundsätzliche Abkehr von Android ist derzeit indes unwahrscheinlich – Samsung als größter Hersteller und Google als Entwickler des beliebtesten Betriebssystems sind im Smartphone-Markt voneinander abhängig. Die beiden Unternehmen hatten kürzlich ein umfassendes Patentabkommen geschlossen und damit ihre Partnerschaft bekräftigt. Mit der Installation von Tizen auf den neuen Smartphone-Modellen entwickle Samsung einen „Plan B“, der aber für Google nicht so bedrohlich sei, sagte die Analystin Carolina Milanesi von Kantar Worldpanel dem Handelsblatt.

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