Honor View 10 im Test Der 500-Euro-Angriff

Für 500 Euro enthält das Honor View 10 fast die gleiche Hardware wie das Spitzenmodell von Konzernmutter Huawei, allerdings für 300 Euro weniger. Kann das funktionieren?
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Großes Display, flotte Hardware, dafür ein recht niedriger Preis: Das Honor View 10 ist eine Kampfansage an andere Flaggschiffhersteller. Quelle: dpa
Honor View 10

Großes Display, flotte Hardware, dafür ein recht niedriger Preis: Das Honor View 10 ist eine Kampfansage an andere Flaggschiffhersteller.

(Foto: dpa)

Wer Honor kennt, weiß: Die junge Marke von Huawei will gern etwas bunter und flippiger sein als die Konzernmutter. Die Smartphones sind bei ähnlicher Ausstattung meist deutlich billiger, stecken in weniger aufwendiger Verpackung und werden nur im Direktvertrieb verkauft. Kunden sind nicht Kunden, sondern Fans.

Honor will Smartphones als Lifestyle-Objekte vermarkten. Das View 10 ist der Versuch, dieses Konzept nun auch mit Spitzenhardware zu kombinieren.

Im Inneren stecken ähnliche Komponenten wie im Mate 10 Pro, dem Spitzenmodell von Konzernmutter Huawei. Huaweis Prozessor Kirin 970 mit für künstliche Intelligenz optimierter Recheneinheit (NPU), 128 Gigabyte Speicher, 6 Gigabyte Arbeitsspeicher, Doppelkamera und Android 8. Dem Trend zu mehr Display folgend, hat auch das Honor einen Bildschirm im 18:9-Format, der 5,99 Zoll misst und mit 2160 zu 1080 Pixeln auflöst.

Die Doppelkamera im Inneren des Honor View 10 macht vorzeigbare Bilder, lässt aber im Vergleich zum ähnlichen Huawei Mate 10 Pro zum Beispiel die optische Bildstabilisierung vermissen. Quelle: dpa
Doppelkamera im Inneren

Die Doppelkamera im Inneren des Honor View 10 macht vorzeigbare Bilder, lässt aber im Vergleich zum ähnlichen Huawei Mate 10 Pro zum Beispiel die optische Bildstabilisierung vermissen.

(Foto: dpa)

Das alles steckt in einem Aluminiumgehäuse, das es wahlweise in leuchtendem Blau oder in Schwarz gibt. Die Rückseite macht im Gegensatz zum Rahmen keinen sonderlich robusten Eindruck.

Eine Revolution beim Design ist Honor hier aber nicht gelungen. Das View 10 wirkt - mal abgesehen vom ungewöhnlichen Blau - recht gefällig, um nicht gewöhnlich zu sagen. Mit seinen angenehm runden Kanten liegt es gut in der Hand, man sollte ihm aber eine Schutzhülle spendieren: Zum einen weil es recht rutschig ist. Durch die Platzierung des Fingerabdrucksensors vorne am unteren Ende des Geräts wird zum anderen die Bedienung mit einer Hand schwierig: Achtlosen Nutzern flutscht das View 10 beim Entsperren gern mal aus der Hand.

Im Alltag erlebt man das flache Riesensmartphone als verlässlichen Begleiter. Apps, Internet, Messaging oder Filmchen laufen tadellos. Auf Eingaben reagiert das View meistens flott und flüssig, bis auf einige Ruckler der EMUI-Benutzeroberfläche.

Etwas nervig: Ab Werk sind mehrere Spiele und diverse kommerzielle Apps vorinstalliert, die sich teilweise nicht deinstallieren lassen. Teils liegen sie auch im so genannte HiFolder, der nach einem Tipp auf das Info-Icon offenbart: Hier werden Nutzungsdaten gesammelt. So etwas braucht kein Mensch.

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