Im Test Neue Blackberry-Software im Test

Die lang erwartete und oft verschobene Version 2.0 des Tablet-Betriebssystems von Blackberry ist erhältlich. Sie ist gut, doch sie kommt spät. Kann sie den Untergang des Playbooks noch aufhalten?
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Das Playbook von Blackberry mit alter Software - ohne E-Mail-Programm. Quelle: dapd

Das Playbook von Blackberry mit alter Software - ohne E-Mail-Programm.

(Foto: dapd)

San FranciscoDie Version 2.0 des Betriebssystems QNX für das Tablet des Blackberry-Herstellers RIM steht seit heute zum freien Download bereit. Die 520 MB große Software enthält hunderte kleinerer Verbesserungen und Fehlerbereinigungen, aber vor allem beseitigt sie Schwachstellen, die den Verkauf den Handflächencomputers massiv beeinträchtigt haben: allem voran ein - man glaubt es kaum - fehlender E-Mailservice und die Abwesenheit eines Kalenders.

Um diese Funktionen zu nutzen musste man bislang extra noch ein Blackbery-Smartphone anschließen. Für alle Nicht-Blackberry-Besitzer war das Gerät damit praktisch wertlos, Blackbery-Besitzer waren genervt und mussten zusehen, wie sich zwei Akkus parallel leerten. Am Ende es Kalenderjahres 2011 waren die Verkäufe des Tablets in den niedrigen fünfstelligen Bereich weggebrochen, wähend Apples iPad-Absätze praktisch explodierten.

Über 480 Millionen Dollar musste RIM auf unverkaufte Lagerbestände abschreiben, kein Mobilfunkbetreiber hat das Playbook im Angebot. Das soll sich jetzt alles ändern.

Kernfunktion der neuen Version ist der lang erwartete E-Mailclient. In einem übersichtlichen Fenster gestattet Blackberry endlich die bequeme Bearbeitung der unterschiedlichsten Kommunikationskanäle auf seinem Tablet. Web-Emails wie Google-Mail oder Yahoo-Mail laufen zusammen mit Facebook-, LinkedIn- der Twitter-Nachrichten ein.

Ebenfalls integriert ist nun das schmerzlich vermisste Microsoft Activesync. Das Aufsetzen der E-Mail- und Social-Media-Verbindungen erwies sich im Test als einfach und zuverlässig. Weiterhin getrennt von den übrigen Nachrichten erscheinen Blackberry-E-Mails. Für ihren Empfang ist immer noch ein zusätzliches Blackberry-Smartphone nötig. Damit will RIM den Sicherheitsstandard garantieren, den es mit seinem eigenen E-Mailsystem zahlenden Unternehmenskunden verspricht.

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