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IT-Sicherheit Berliner Hacker warnen vor Handy-Sicherheitsleck

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Karsten Nohl im Porträt

Als Karsten Nohl vor zwei Jahren vorführte, wie er mit wenig Aufwand Mobilfunkgespräche abhören und SMS-Kurznachrichten mitlesen konnte, stieß er auf Unglauben. In mehreren Stellungnahmen erklärte der weltweite Mobilfunkverband GSMA in London, warum das nicht funktionieren könne. Und jedes Mal konterte Nohl und bewies das Gegenteil. Damals, sagt Nohl, „konnten wir jedes Dementi der GSMA entkräften“.
Sein neuester Coup dürfte ihm zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren: Er und sein Team haben die in den meisten Ländern verwendete Verschlüsselungstechnik für das mobile Internet GPRS geknackt. Auf Anfrage dementierte die GSMA dies gestern nicht.

Wer Nohl zu Hause besucht, trifft einen bescheidenen 29-Jährigen an. „Eigentlich habe ich noch nicht so viel gemacht“, sagt er zum Beispiel. Doch so ganz stimmt das nicht: Promoviert an der University of Virginia hat er, und danach für die Beratung McKinsey gearbeitet. Inzwischen hat er eine Firma mit fünf Angestellten. Sie heißt Security Research Labs, und mit ihr berät er nach eigenen Angaben hauptsächlich Vorstände von Dax-Unternehmen. Wer das ist, will er nicht verraten, rund zehn der insgesamt 30 Dax-Konzerne habe er zum Thema Computersicherheit geholfen.

Nohl ist Hacker, Unternehmer und Sicherheitsberater zugleich. Er nennt sich und sein Team „Sicherheitsforscher“ - und pflegt eine unkonventionelle Arbeitsweise. „Unser Ziel ist es, alles einmal gehackt zu haben und dann Entscheidern zu erklären, wie sie sich vor der Gefahr schützen“, sagt Nohl. Von Hackern, die mit der Androhung von Attacken Beratungsmandate erpressen, hält er nichts. Er hackt gleich.

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