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Kopfhörer Bragi The Dash im Test Strippenlos mit der Welt verbunden

Hallo Außenwelt: Die Kopfhörer The Dash können faszinierende Dinge tun, etwa Umgebungsgeräusche in die Musik einfließen lassen und den Herzschlag messen – alles ohne Kabel. Dabei stoßen die Minicomputer aber an Grenzen.
23.03.2016 - 08:58 Uhr
Eine Geste genügt: Die Kopfhörer werden mit einfachen Bewegungen gesteuert.
Bragi-Kopfhörer The Dash

Eine Geste genügt: Die Kopfhörer werden mit einfachen Bewegungen gesteuert.

Mit Kopfhörern im Ohr bekommt man von der Außenwelt wenig mit – zumindest bis die Autofahrer an der Kreuzung wütend hupen. Derartige (Fast-) Unfälle könnten nun der Vergangenheit angehören: Das Münchner Unternehmen Bragi hat ein Gerät entwickelt, das Umgebungsgeräusche direkt ins Gehör spielen kann. Auch dann, wenn gerade Kraftklub lautstark besingt, wie die Welt ein bisschen weniger scheiße werden kann.

Es ist eine so praktische wie faszinierende Funktion. Und es ist bei weitem nicht die einzige Besonderheit, die The Dash – so der Name des Gerätes – mit sich bringt. So misst es über Sensoren den Herzschlag und die Schrittfrequenz. Dank eines internen Speichers dient es als eigenständiger Musikplayer. Die Bedienung erfolgt über Gesten auf den berührungsempfindlichen Oberflächen. Und all das funktioniert ganz ohne Kabel: Die beiden Hörer sind weder miteinander noch mit dem Smartphone verbunden.

Als Bragi dieses Konzept im Februar 2014 vorstellte, war die erste Reaktion enthusiastisch. Fast 3,4 Millionen Dollar sammelte das Start-up auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein, 15.000 Menschen beteiligten sich an der Finanzierung. Mit Verspätung ist das Gerät nun in Serie gegangen und in Deutschland etwa über Vodafone verfügbar (in den Filialen können Interessierte sie auch ausprobieren). Im Test zeigen die wohl ambitioniertesten Kopfhörer der Welt einige beeindruckende Funktionen, offenbaren aber auch noch eklatante Schwächen.

Kabellose Kopfhörer gibt es zuhauf, doch ganz auf Strippen verzichtet derzeit kein Hersteller: Zumindest zwischen den beiden Ohren ist eine Verbindung nötig. Die Bragi-Entwickler haben jedoch eine Möglichkeit gefunden, die beiden Lautsprecher über einen Induktionssender zu verbinden – das ist eine Technik, die bislang vor allem in Hörgeräten zum Einsatz kommt. Das funktioniert auch meistens, wobei es gelegentlich zu Aussetzern kommt und links nichts zu hören ist.

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    Gerade für Sportler ist wichtig, dass die Kopfhörer gut sitzen – um immer Musik auf den Ohren zu haben, aber auch, um immer den Puls messen zu können. Die Bragi-Geräte sind zwar relativ groß, wackeln aber selbst beim Joggen kaum. Einige leichte Anpassungen unterwegs reichen. Dazu tragen auch die Silikonüberzüge bei, an denen zwar Fusseln festkleben, aber eben auch die Haut.

    Ein Motivationsloch mangels Lautstärke dürfen Sportler nicht beklagen. Die Minilautsprecher lassen sich ordentlich aufdrehen und geben Musik akkurat und ausgewogen wieder, auch wenn etwas mehr Bass nett wäre. Auch Telefonate klingen gut, wobei Gesprächspartner einen etwas metallischen Klang beklagt haben.

    Eine Besonderheit ist der sogenannte Transparenzmodus: Mithilfe von Mikrofonen an der Außenseite spielen die Geräte die Umweltgeräusche mit ins Gehör. Das mag in der U-Bahn nicht gewünscht sein, kann aber beim Radfahren in der Stadt vor gefährlichen Situationen schützen. Eine beeindruckende Funktion.

    Mit einem Nicken Gespräche annehmen
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