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Küchengadget Gourmetpilot im Test Steak braten? Es gibt eine App dafür!

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Wenn die App beim Anbraten abstürzt
Am meisten hilft der Gourmetpilot von Cuciniale bei Steaks: Sie sind am Ende meist zu zäh oder noch zu roh – eine Anleitung kann helfen, das Fleisch auf den Punkt zuzubereiten. Quelle: Christof Kerkmann / handelsblatt.com
Gepfefferte Steaks

Am meisten hilft der Gourmetpilot von Cuciniale bei Steaks: Sie sind am Ende meist zu zäh oder noch zu roh – eine Anleitung kann helfen, das Fleisch auf den Punkt zuzubereiten.

(Foto: Christof Kerkmann / handelsblatt.com)

Beim Test ist es allerdings nicht immer so glatt gelaufen. Denn die verwendete App fürs iPhone hat einige Schwächen aufgewiesen. So brach der Vorgang einmal ohne nachvollziehbare Gründe ab, so dass die herkömmliche Methode herhalten musste (mit durchaus akzeptablem Ergebnis). Auch wenn man während des Bratens eine andere Anwendung aufruft und dann zurückwechselt, kann die App abstürzen. Die Gelinggarantie ist damit hinfällig.

Wer angesichts der Werbung glaubt, so vielfältig kochen zu können wie Rach, Mälzer oder Witzigmann, der wird ebenfalls enttäuscht sein. Denn das Angebot an Rezepten ist mager. Zum Testzeitpunkt werden gerade mal vier Anleitungen kostenlos mitgeliefert – neben dem Steak für Brokkoli oder Blumenkohl, Röstis und Nudeln. Wohlgemerkt: Es geht nur um das Garen, Rezepte beispielsweise für Soßen sind nicht enthalten.

19 weitere Anleitungen bietet die Firma für je 4,99 Euro oder zusammen 170 Euro an (auch zukünftige Kochprozesse sollen in diesem „Premium Bundle“ enthalten sein). Auch darunter sind Aufgaben, für die man nicht viel Erfahrung benötigt, etwa „Wurst erhitzen“, „Eier braten“ oder auch „Reis kochen“. Für den Preis eines Rezeptes bekommt man im Ausverkauf durchaus ein ordentliches Kochbuch.

Fazit: Magerkost statt Gourmetmahl

Der Gourmetpilot hält nicht, was er verspricht. Mithilfe der Anleitung lassen sich zwar perfekte Steaks braten, allerdings sind die anderen Rezepte trivial oder teuer. Für 150 Euro ist das eindeutig zu wenig. Vielleicht ist Cuciniale zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, um die App und die Rezepte weiterzuentwickeln: Das Start-up will seine deutlich teurere vollautomatische Kochplatte an große Elektronikhersteller vermarkten – der Gourmetpilot soll die nötige Aufmerksamkeit bringen.

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