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Kundenzahl steigt überdurchschnittlich E-Plus wächst zu Lasten des Ergebnisses

Die Kundengewinnungskosten haben im abgelaufenen Jahr deutliche Spuren in der Bilanz des drittgrößten deutschen Mobilfunkers E-Plus hinterlassen. Doch die KPN-Tochter will dies auch im laufenden Jahr bewusst in Kauf nehmen. Der i-Mode-Effekt beim Umsatz lässt derweil weiter auf sich warten.

HB DÜSSELDORF. E-Plus teilte am Montag in Düsseldorf mit, der operative Gewinn (Ebitda - Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 620 Mill. ? betragen nach 643 Milionen Euro ein Jahr zuvor - ein Minus von vier Prozent. Dagegen kletterte der Umsatz den Angaben zufolge binnen Jahresfrist um elf Prozent auf 2,453 Mrd. ?. Die operative Gewinnmarge schrumpfte damit auf 25,3 % nach zuletzt 29,2 %, lag jedoch noch am oberen Ende der von E-Plus für das Jahr 2003 erwarteten Spanne von 20 bis 25 %. Für 2004 ist eine Gewinnmarge von 22 bis 25 % prognostiziert worden.

Nach deutlichen Marktanteilsverlusten steigerte E-Plus im abgelaufenen Geschäftsjahr die Kundenzahl wieder überdurchschnittlich auf 8,2 Millionen Nutzer und baute damit seinen Marktanteil auf 12,7 von 12,3 % Ende 2002 aus. Für fortgesetztes Kundenwachstum will das Unternehmen weitere Ergebnisbelastungen in Kauf nehmen.

Deutliche Kundenzuwächse wirken sich ergebnisbelastend aus, da die neuen Nutzer in der Regel mit preisgünstigen Mobiltelefonen oder sonstigen Vergünstigungen umworben werden. Die so genannten Kundengewinnungskosten stiegen im Jahr 2003 um sieben Prozent auf 142 ? pro Kunde. Ende 2004 sollen neun Millionen Kunden mit E-Plus telefonieren, in zwei bis vier Jahren soll der Marktanteil bei 20 % liegen. Mit einer voraussichtlichen Kundenbasis von dann elf bis zwölf Millionen Nutzern sieht der drittgrößte Anbieter eine dauerhaft rentable Geschäftsbasis.

Gleichzeitig blieb der von den Kunden über Mobiltelefone im Durchschnitt getätigte Umsatz mit Gesprächen und Datenverbindungen im Jahresverlauf bei 24 ? stabil. Mittelfristig soll der Durchschnittsumsatz bei E-Plus von dem Multimedia-Dienst i-mode profitieren, mit dem die Kunden im Internet surfen oder E-Mails verschicken können. E-Plus bietet den in Japan entwickelten Dienst i-mode seit knapp zwei Jahren an. Mitte Februar nutzten rund 500 000 E-Plus-Kunden i-mode.

In Deutschland rangiert E-Plus mit weitem Abstand hinter den Branchenführern T-Mobile und Vodafone. Größter Konkurrent ist der kleinere Anbieter O2, eine Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns MMO2. Um einen schlagkräftigeren Anbieter in Deutschland und in Europa zu schaffen, möchte KPN MMO2 übernehmen. Nach übereinstimmenden Angaben der beiden Konkurrenten scheiterten die jüngste Verhandlungen jedoch in der vergangenen Woche.

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