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Leit-Artikel Boomboxen Dreikampf der Brüllzwerge

Musik aus dem Smartphone klingt oft blechern. Wer mehr Wert auf Qualität legt, braucht einen tragbaren Lautsprecher. Handelsblatt Online hat drei Boomboxen unter die Lupe genommen. Welcher Kleine groß herauskommt.
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Drei Lautsprecher, drei Konzepte: Im Techniktest hat Handelsblatt Online drei tragbare Boxen für jeweils 200 Euro getestet.

Drei Lautsprecher, drei Konzepte: Im Techniktest hat Handelsblatt Online drei tragbare Boxen für jeweils 200 Euro getestet.

Düsseldorf Der Sommer lockt in den Park und an den Baggersee – doch bisher war es eher mühsam, die eigene Musik mitzunehmen. Portable Boxen machen es einfach, den Soundtrack des Sommers auch unterwegs in bester Qualität zu erleben. Handelsblatt Online hat drei ganz tragbare Lautsprecher für rund 200 Euro getestet: Die JBL Pulse, die UE Boom und die Harman/Kardon Esquire. Ein Vergleich.

UE Boom – Eine für alle

Optik: Die UE Boom gibt es in sechs verschiedenen Farbvarianten. Getestet wurde die schwarz-rote Variante, die sehr schick und zurückhaltend daherkommt. Das Plus- und Minuszeichen der Lautstärkeregelung werden an der einer vertikalen Gummileiste optisch hervorgehoben. Schlichtes, verständliches Design, das angenehm auffällt. Mit einer Höhe von 18 Zentimetern und einem Durchmesser von 6,5 Zentimetern ist die UE Boom in etwa so groß wie eine 0,5-Liter-Bierdose. Das Gewicht ist mit 540 Gramm nicht allzu hoch. Die Außenhaut besteht aus Kunststoff und Gummi, das ist nicht außergewöhnlich hochwertig, aber robust. Äußerlich haben die anderen Boxen im Test aber mehr zu bieten. Ein guter Platz 3.

Verpackung: Der tragbare Lautsprecher von Ultimate Ears (UE) kommt in einer schwarzen Plastikbox, die auch leicht zum Transport verwendet werden kann. Die ist zwar stabil, aber auch etwas lästig. Denn um sie zu schließen, muss die UE Boom exakt eingepasst werden. Dafür sind die Kabel raffiniert im Kopf und Fuß verstaubar. Platz 2 im Test.

Funktionalität: Die UE Boom lässt sich per Knopfdruck mit bis zu acht Bluetooth-Geräten koppeln. Und das sehr einfach: Wer über ein NFC-fähiges Smartphone verfügt, muss die Box nur kurz antippen, ansonsten tut es auch Bluetooth. Damit ist die Box ideal für jede Grillparty. Gäste können die eigene Musik auf dem Smartphone mitbringen und abwechselnd abspielen. Über eine App lässt sich die Lautstärke und der Equalizer regulieren. Weil die Außenhülle wasserfest und abwaschbar ist, kann man die UE Boom auch problemlos mit zum Strand nehmen. Über eine Freisprechfunktion können auch Telefonate geführt werden, auf Wunsch weckt einen die UE Boom auch. Die Akkulaufzeit ist mit 15 Stunden reichlich bemessen. In etwa 3,5 Stunden ist der Akku über einen Micro-USB-Anschluss wieder geladen. Funktionaler ist keine der getesteten Boxen: Platz 1.

Klang: Unter den getesteten Lautsprechern ist die UE ganz weit vorne. Natürlich darf man von einer Box in dieser Größe keine Bass-Wunder erwarten – dazu fehlt der Resonanzkörper. Doch selbst bei hoher Lautstärke wirkt der Sound niemals angestrengt. Im Gegenteil: Der Klang ist unheimlich detailliert. Wer da noch über das Smartphone hört, ist selber schuld. Ebenfalls vorteilhaft: Der Sound wird in alle Richtungen abgegeben. Die UE Boom fühlt sich im Zentrum jeder Party wohl. Wer lieber Stereo-Sound hört, kann zwei Boxen über eine App verbinden. Auch hier ist die UE Boom besser als ihre Konkurrenten. Platz 1

Fazit: Die UE Boom punktet mit ihrem robusten Design, ihrer leichten Bedienbarkeit und sehr gutem Klang. Damit ist sie absolut mehrheitsfähig und erfüllt alle Ansprüche, die man an einen tragbaren Lautsprecher haben kann.

DatenblattUE Boom
MaßeHöhe: 18 cm, Durchmesser: 6,5 cm
Gewicht538 Gramm
Maximaler Schalldruckpegel88 Dezibel
Frequenzgang90 - 20 Kilohertz
Verstärker9 Watt
AkkuLithium-Ionen-Akku
Laufzeit15 Stunden
Ladezeit3,4 Stunden
AnschlüsseMicro-USB, Bluetooth, 3,5-mm-AUX-Eingang
PreisPreisempfehlung 200 Euro, online ab rund 150 Euro

JBL Pulse - Die Disco zum Mitnehmen

JBL Pulse: Das Lagerfeuer für unterwegs

Optik: Im ausgeschalteten Zustand wirkt die JBL Pulse relativ langweilig. Die Außenhülle ist aus Metall und gummiertem Kunststoff. Doch wenn die Musik spielt, verwandelt sich die die etwa Bierdosen-große Säule zur Mini-Disco. 64 LEDs in der Hülle zaubern eine Lichtshow zur Musik, die sich sehen lassen kann. Die bis zu acht auswählbaren Lichteffekte überzeugen mit einer atemberaubenden Farbvielfalt, einige bewegen sich sogar im Takt der Musik. Gesteuert wird das Farbspektakel über das Smartphone oder direkt an der Box. Sehr, sehr schön: Platz 1.

Verpackung: Hier hat sich Hersteller JBL leider wenig einfallen lassen. Geliefert wird die Pulse in einem einfachen Karton. Eine Transporttasche sucht man vergeblich. Insgesamt ist das zu wenig: Platz 3.

Funktionalität: Die Verbindung funktioniert genauso einfach wie bei den zwei getesteten Konkurrenten. Allerdings lässt sich immer nur ein Gerät anschließen, was lästig sein kann. Positiv, dass sich auch die Farbeffekte direkt an der Box einstellen lassen. Wie die UE Boom wirkt auch die JBL Pulse relativ robust, ist allerdings nicht wasserfest. Die Batterielaufzeit beläuft sich auf etwa 5 Stunden. Sind die Lichteffekte ausgeschaltet, erhöht sie sich auf 10 Stunden. Dann verzichtet man allerdings auf das, was diese Box so besonders macht. Insgesamt ist die Bedienung einfach: Das reicht für Platz 2.

Klang: Der Hersteller wirbt mit zwei 40-mm-Treibern und einem speziell abgestimmtem Bassport. Damit deckt die kleine Box einen Frequenzbereich von 105 bis 20 kHz ab. Das Ergebnis ist leider etwas enttäuschend: Im Vergleich zur Konkurrenz ist die JBL Pulse etwas weniger detailliert im Klang. Die Lautstärke reicht dagegen völlig aus und auch nach oben hin wird die Musik nicht verzerrt. Im Test reicht das allerdings nur für Platz 3.

Fazit: Die JBL Pulse ist ein echter Hingucker und sorgt mit ihren Lichteffekten für offene Begeisterung bei allen Zuhörern. Bei Partys lockt sie ihre Hörer damit selbst an – am Ende sitzen sie um die Pulse wie um ein Lagerfeuer. Vom Klang her ist die kleine Box allerdings nur mittelmäßig.

DatenblattJBL Pulse
MaßeHöhe: 18,2 cm, Durchmesser: 7,9 cm
Gewicht510 Gramm
Maximaler Schalldruckpegel80 Dezibel
Frequenzgang105 - 20 Kilohertz
Verstärker2x6 Watt
AkkuLithium-Ionen-Akku 3.7 V/4000 mAh
Laufzeit5 Stunden mit Lichteffekten, 10 ohne
Ladezeit5 Stunden
AnschlüsseMicro-USB, Bluetooth, 3,5-mm-AUX-Eingang
PreisPreisempfehlung 200 Euro, online ab rund 150 Euro

Harman Kardon Esquire - Box für die Business Lounge

Die drei lauten Zwerge im Detail
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Drei Lautsprecher, drei Konzepte: Im Techniktest hat Handelsblatt Online drei tragbare Boxen für jeweils 200 Euro getestet. Die UE Boom von Ultimate Ears, die Esquire von Harman/Kardon und die Pulse von JBL (von links nach rechts).

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Für die Esquire wirbt Hersteller Harman/Kardon mit dem Red-dot-Design-Award. Die Schachtel lässt sich mit eingebauten Magneten wiederverschließen. Den Businessanspruch unterstreicht der Werbedreiklang "Executive, portable, wireless".

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Die mitgelieferte Tasche der Esquire in Wildlederoptik ist eindeutig die Schönste im Test. Doch leider bleibt nicht mehr genug Platz, um auch die Kabel einzupacken. Immerhin reicht der Akku für acht Stunden.

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Schön und schlicht: Der Esquire ist in einen Aluminium-Rand gefasst. Ein LED zeigt an, ob der Lautsprecher mit einem Bluetooth-Gerät verbunden ist. Dann kann man per Knopfdruck Lieder starten, die Lautstärke regulieren oder Telefonate annehmen.

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Geladen wird der Esquire per Micro-USB-Adapter. Auch ein Audio-Line-In findet man an der Außenseite.

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Die Rückseite in Lederoptik macht was her. Doch die schöne Optik hat ihre Nachteile: Der Sound kommt klar aus einer Richtung.

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Die Verpackung der UE Boom ist betont simpel: Um die Transportbox aus schwarzem Kunststoff hat der Hersteller eine weiße Pappe mit Produktfoto gehüllt.

Optik: Während sich die beiden Konkurrenten eher an die jugendliche Zielgruppe wenden, ist die Esquire von Harman/Karbon erwachsen und elegant. In drei dezenten Farbtönen liefert der Hersteller den quadratischen Lautsprecher aus: Schwarz, weiß und braun. Der Rand ist aus mattem Aluminium – sehr schick. Die Rückseite ist in Lederoptik gehalten. Das edle Design wirkt sich allerdings auch auf das Gewicht aus: Das fällt mit 750 Gramm deutlich höher aus als bei den zwei Konkurrenten. Durch das edle Äußere dürfte die Box auch deutlich empfindlicher auf Schmutz und Wasser reagieren als die Konkurrenten. Doch insgesamt bleibt die Optik ansprechend. Platz 2.

Verpackung: Wer in der Business-Class unterwegs ist, lässt sich nicht lumpen. Zum Esquire liefert Harman/Kardon eine Hülle aus Wildleder und eingeprägtem Esquire-Logo. So lässt sich der Lautsprecher stilvoll verstauen. Platz 1

Funktionalität: Auch die Verbindung mit der Esquire ist einfach – ebenfalls per Bluetooth oder NFC. Die Knöpfe am Lautsprecher sind selbsterklärend wie bei jedem Kassettenspieler, den man kennt. Besonders praktisch: Über eine Telefonhörer-Taste kann der Esquire auch Gespräche entgegennehmen und funktioniert wie ein Telefonkonferenz-System. Zwei Mikrofone hat der Hersteller dafür verbaut. Praktisch: Am Ladekabel hat Harman/Kardon drei USB-Ausgänge freigelassen – so können Tablet und Smartphone parallel geladen werden. Die Laufzeit ist mit rund acht Stunden in Ordnung. Eine komplette Ladung dauert fünf Stunden. Im Vergleich mit den Konkurrenten ist das in puncto Funktionalität der Platz 2.

Klang: Auch im Esquire findet sich ein 2-Wege-Lautsprechersystem mit eingebautem Bass-Port. Das Ergebnis ist Spitzenklasse und besonders bei den Bässen überzeugender als bei den anderen Boxen. Schade: Der Sound geht hörbar in die Richtung, in die der Lautsprecher gerichtet ist. Daher reicht es in diesem Feld trotzdem nur für Platz 2.

Fazit: Die Harman/Kardon Esquire ist die richtige Wahl für Hörer, die auf guten Klang und Ästhetik Wert legen. Dafür ist die Box leider relativ empfindlich im Vergleich zur Konkurrenz. 

Datenblatt

Harman/Kardon Esquire

Maße14,7 x 14,7 x 4,65 cm
Gewicht750 Gramm
Maximaler Schalldruckpegel80 Dezibel
Wandler2 x 45mm (1.75”)
Frequenzgang80 - 22 Kilohertz
Verstärker2x10 Watt
AkkuLithium-Ionen-Akku 7.4V/4000mA
Laufzeit8 Stunden
Ladezeit5 Stunden
AnschlüsseMicro-USB, Bluetooth, 3,5-mm-AUX-Eingang
PreisPreisempfehlung 200 Euro, online ab rund 150 Euro
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